Abfuhr an den Iran: Neujahrsgruss lässt Netanjahu kalt
Aktualisiert

Abfuhr an den IranNeujahrsgruss lässt Netanjahu kalt

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu traut der Charme-Offensive der neuen iranischen Regierung nicht. Diese wolle damit nur vom Atomprogramm ablenken.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich «unbeeindruckt» von den versöhnlichen Tönen der neuen iranischen Führung gezeigt. Diese hatte in Wünschen zum jüdischen Neujahrsfest unter anderem den Holocaust verurteilt.

«Ich bin nicht beeindruckt von Wünschen eines Regimes, das in der vergangenen Woche noch gedroht hatte, Israel zu zerstören», sagte Netanjahu am Samstag. Das iranische Regime werde nur an seinen Taten gemessen, nicht an seinen Wünschen.

«Atombombe bedroht Israel und die ganze Welt»

Die Regierung in Teheran wolle «davon ablenken, dass sie auch nach der Wahl Uran anreichert und am Bau eines Plutonium-Reaktors arbeitet mit dem Ziel, eine Atombombe zu bauen, die Israel und die ganze Welt bedroht».

Irans Aussenminister Dschawad Sarif hatte am Freitag in Wünschen zum jüdischen Neujahrsfest den Holocaust als «Massaker an den Juden» verurteilt. Zugleich sagte er, seine Regierung wolle die «internationalen Sorgen» angesichts des iranischen Atomprogramms «zerstreuen».

Auch der neue iranische Präsident Hassan Rohan fährt einen moderateren Kurs. Über Twitter verschickte auch er Grüsse zum jüdischen Neujahrsfest. (sda)

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