Neun tibetische Mönche verhaftet

Aktualisiert

Neun tibetische Mönche verhaftet

Die chinesischen Behörden haben neun tibetische Mönche verhaftet, denen die Verwicklung in einen Bombenanschlag vorgeworfen wird.

Die Mönche aus dem Kloster Tongxia seien nach der Explosion der Bombe am 23. März vor einem Behördengebäude in der Stadt Gyanbe geflohen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstagabend. Die Agentur machte keine Angaben über Schäden und Verletzte und gab keine Erklärung, warum die Information über einen Bombenanschlag erst jetzt veröffentlicht wurde.

Ein Sprecher des Büros für öffentliche Sicherheit im tibetischen Bezirk Gongjue bestätigte, dass neun Verdächtige verhaftet worden seien. Sechs Personen werde vorgeworfen, die Bombe gelegt zu haben. Drei weitere sollen die Täter gedeckt haben.

Die antichinesischen Proteste in Tibet begannen am 10. März in der Hauptstadt Lhasa. Am 14. März wurden dort mehrere hundert Geschäfte in Brand gesetzt. Nach Angaben der Behörden kamen bei den Unruhen 22 Menschen ums Leben. Die tibetische Exilregierung spricht jedoch von mindestens 140 Toten. Mehr als 1.000 Personen wurden verhaftet. China hat den Dalai Lama beschuldigt, für die Unruhen verantwortlich zu sein. Das geistliche Oberhaupt der tibetischen Buddhisten hat die Tibeter jedoch zu strikter Gewaltfreiheit aufgerufen. (dapd)

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