Neun Tote bei Familiendramen in Frankreich
Aktualisiert

Neun Tote bei Familiendramen in Frankreich

Drei Familiendramen erschüttern Frankreich. In zwei Fällen brachte ein Familienvater sich und seine drei Kinder um, nachdem die Ehe in die Krise geraten war. In einem dritten Fall tötete ein Vater seinen Sohn.

In Bougé-Chambalud (Voralpen) erschoss ein 43-Jähriger erst seine drei Kinder zwischen 6 und 16 Jahren und anschliessend sich selbst. Die Mutter, die die Nacht wegen eines Streits ausser Haus verbracht hatte, fand die Leichen bei ihrer Rückkehr am Dienstagmorgen.

Erst am Vorabend waren in Tourcoing im Norden Frankreichs die Leichen eines Familienvaters und seiner drei Kinder entdeckt worden. Der 37-Jährige habe seine Kinder in seiner Wohnung erstochen und sich anschliessend erhängt, teilte der Staatsanwalt Philippe Lemaire in Lille mit.

Die Körper der beiden neun und sechs Jahre alten Knaben sowie des vierjährigen Mädchens wiesen zahlreiche Verletzungen auf. Die Mutter, eine Lehrerin, habe die Scheidung gewollt, sagte der Staatsanwalt.

In Westfrankreich erschoss ein etwa 50 Jahre alter Mann am Sonntag seinen zehnjährigen Sohn, wie die Zeitung «France-Soir» am Dienstag berichtete. Der Mann aus der Stadt Lorient versuchte demnach vergeblich, sich selbst zu töten. Er hatte nach der Trennung von seiner Frau das Kind regelmässig am Wochenende zu Besuch gehabt.

(sda)

Deine Meinung