Neunjährige bringt im Dschungel Kind zur Welt
Aktualisiert

Neunjährige bringt im Dschungel Kind zur Welt

Ein neunjähriges Indianermädchen aus dem brasilianischen Amazonasgebiet hat ein Kind zur Welt gebracht. Die junge Mutter weigert sich zu sprechen, das Kind ist wohlauf.

Die Schwangerschaft sei möglicherweise die Folge einer Vergewaltigung, erklärte eine Behördensprecherin am Freitag. Indianermädchen würden häufig früh schwanger, «viele mit elf, zwölf oder 13 - aber nicht mit neun», sagte Luiza Mello, Sprecherin der Nationalen Gesundheitsstiftung.

Das Mädchen wurde im April im Dschungel von Ölarbeitern entdeckt. Es wurde nach Manaus gebracht und dort wegen Malaria, Lungenentzündung und Anämie drei Monate lang im Krankenhaus behandelt. Am Donnerstag setzten schliesslich die Wehen ein. Das 2,2 Kilogramm schwere Kind, ein Mädchen, wurde per Kaiserschnitt geboren. Nach Behördenangaben ist es gesund. Mutter und Kind sollen noch einen Monat lang medizinisch betreut werden und dann in ihr Daorf in Jaturana, rund 120 Kilometer von Manaus entfernt, zurückkehren. Es werde untersucht, ob es sich um eine Vergewaltigung handelte. Die Mutter habe sich geweigert zu sprechen, erklärte eine Vertreterin der Indianerbehörde. (dapd)

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