Flugverkehr: Neuordnung des Luftraums spart CO2 ein
Aktualisiert

FlugverkehrNeuordnung des Luftraums spart CO2 ein

Eine koordinierte Flugsicherung, kürzere Wege für die Flugzeuge und damit weniger CO2-Ausstösse: Das Europäische Parlament hat am Mittwoch das Gesetzespaket zum Einheitlichen Europäischen Luftraum verabschiedet. Auch die Schweiz ist an dem Projekt beteiligt.

Den europäischen Luftraum verwalten derzeit 60 nationale Kontrollzentren - doppelt so viele wie in den USA, bei einem halb so hohen Verkehrsaufkommen. Zudem verhindern militärische Sperrzonen geradlinige Flüge von einem Flughafen zum andern.

Zwar gibt es seit 2004 Verordnungen zur Errichtung des «Single European Sky» (SES), doch kam die Umsetzung nicht voran. Gemäss den nun verabschiedeten Regeln sollen bis 2012 neun grosse Luftblöcke entstehen.

Das Europäische Parlament erwartet durch die Neuorganisation fünfzig Kilometer kürzere Flüge, zwölf Prozent weniger CO2- Emissionen, Einsparungen von drei Milliarden Euro für die Fluggesellschaften und weniger Verspätungen für die Passagiere.

Die Schweiz beteiligt sich gestützt auf das bilaterale Luftverkehrsabkommen mit der EU seit 2006 an der Ausarbeitung des SES. Sie wird zusammen mit Deutschland, Frankreich und den Benelux- Staaten den zentraleuropäischen Luftraum kontrollieren. (sda)

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