Neuschnee sorgt für viele Unfälle
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Neuschnee sorgt für viele Unfälle

Der Winter will sich nicht so schnell verabschieden: Bis am Dienstagmorgen fielen im Mittelland rund 10 Zentimeter Neuschnee.

Auf den Schweizer Strassen kam es erneut zu zahlreichen Schleuderunfällen. Wegen Lawinengefahr wurden Strassen gesperrt.

Besonders ergiebig schneite es laut MeteoSchweiz in Wynau BE und in Montreux VD, wo bis am Dienstag 18 respektive 17 Zentimeter fielen. In Bern waren es 2 Zentimeter, in Basel 3, in Zürich 6 und in St. Gallen 9 Zentimeter.

Auch in der Romandie schneite es bis in die Niederungen. In Genf wurden 6 Zentimeter Neuschnee gemessen und in Neuenburg 11 Zentimeter. Einzig im Tessin gab es kaum Niederschläge; lediglich im nördlichsten Teil des Kantons fiel Schnee.

Am Alpennordhang fielen laut dem Eidg. Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos 60 bis 80 Zentimeter Schnee. In den übrigen Berggebieten fielen bis zu 25 Zentimeter.

15 Kilometer Stau auf der A2

Die Schneefälle vom Dienstagmorgen waren von zahlreichen Schleuderunfällen begleitet. Auf der A2 bei Knutwil LU kollidierten drei Lastwagen. Die Fahrbahn in Richtung Norden war stundenlang blockiert; und es kam zu einem Rückstau von 15 Kilometern. Verletzt wurde niemand. Zwei Unfälle mit Blechschaden meldete am Abend die Nidwaldner Polizei.

Bei der Berner Kantonspolizei gingen zwischen Montagabend und Dienstagnachmittag rund 50 Meldungen über Verkehrsunfälle ein. Auf der A1 zwischen Bern-Brünnen und Kerzers FR kam es nach mehreren Selbstunfällen und Kollisionen zu Rückstaus.

Ein Fussgänger in der Stadt Bern erlitt bei einem Verkehrsunfall Beckenfrakturen. Er wurde von einem Gelenkbus erfasst, der ins Rutschen geraten war, und gegen einen Container gedrückt. In Burgistein BE verletzte sich eine Autofahrerin, als sie mit ihrem Wagen in einen Baum schleuderte.

LKW blockiert A1

Auch in der Ostschweiz ereigneten sich zahlreiche Unfälle. Im Thurgau waren besonders die Autobahnen A1 und A7 betroffen. Verletzte gab es keine.

Glimpflich liefen auch die gegen 40 Unfälle ab, die sich im Kanton St. Gallen und im Appenzellerland ereigneten. Auf der A1 bei Wil SG drehte sich ein Lastwagen und blockierte die Fahrbahn. Die Autobahn musste gesperrt werden, weshalb es zu grossen Verkehrsbehinderungen kam.

Grosse Lawinengefahr im Oberland

Mit den Schneefällen verschärfte sich die Lawinengefahr. Laut SLF besteht im nördlichen Unterwallis sowie am Alpennordhang grosse Lawinengefahr. Im übrigen Wallis, im Gotthardgebiet, im nördlichen Tessin und in weiten Teilen Graubündens ist die Lawinengefahr erheblich.

Im Berner Oberland mussten wegen Lawinengefahr mehrere Strassen gesperrt werden. Die Dörfer Gadmen am Susten- und Guttannen am Grimselpass blieben bis auf weiteres von der Umwelt abgeschnitten. Im Kandertal wurde der Verkehr auf der Zufahrtsstrecke zum BLS- Autoverlad am Lötschberg einspurig geführt.

Auch die rechtsufrige Brienzerseestrasse zwischen Oberried und Ebligen blieb ab 17.00 Uhr gesperrt. Die SBB stellte auf dieser Strecke Lawinenwachen auf. Die Züge verkehrten bis am frühen Abend fahrplanmässig.

(sda)

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