7686 Franken Trinkgeld: New-Point-Kundin kriegt jetzt doch das Geld zurück
Aktualisiert

7686 Franken TrinkgeldNew-Point-Kundin kriegt jetzt doch das Geld zurück

Eine Russin tippte Mitte Februar bei einer Döner-Filiale ein allzu grosszügiges Trinkgeld ein. Jetzt hat sie das Geld wieder zurückerhalten.

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Die New-Point-Filiale an der Zürcherstrasse in Dietikon ZH: Hier bezahlte eine Kundin aus Versehen viel zu viel Trinkgeld.

Die New-Point-Filiale an der Zürcherstrasse in Dietikon ZH: Hier bezahlte eine Kundin aus Versehen viel zu viel Trinkgeld.

Für 23.70 Franken konsumierte sie Kaffee und Kuchen. Am Ende zahlte sie aber 7709.70 Franken.

Für 23.70 Franken konsumierte sie Kaffee und Kuchen. Am Ende zahlte sie aber 7709.70 Franken.

Keystone/Christian Beutler
Mit dem Betrag könnte sie gut und gern einige hundert Döner kaufen.

Mit dem Betrag könnte sie gut und gern einige hundert Döner kaufen.

Keystone/Gaetan Bally

Olesya Shemyakova (37) besuchte im Februar mit ihrem Sohn eine New-Point-Filiale in Dietikon ZH. Für 23.70 Franken konsumierten sie Kaffee und Kuchen. Am Ende zahlte sie aber 7686 – statt eines Trinkgelds tippte sie ihren Pincode ein. Mit dem Betrag könnte sie gut und gerne einige hundert Döner kaufen.

Fünf Monate später gibt es jetzt doch noch ein Happy-End für die Russin: Wie «Blick» berichtet, hat Shemyakova am Freitagabend das Geld zurückerhalten. «Ich bin unglaublich froh, dass es endlich geklappt hat, und möchte mich auch herzlich bei der Führung von New Point bedanken», sagt Shemyakova zu «Blick».

Unterschied zwischen Debit- und Kreditkarte

Thomas Hodel, Geschäftsführer der Swiss Payment Association, ist kein anderer Fall bekannt, in dem die Tip-Funktion für eine falsche Zahlung gesorgt hätte. «Es ist offensichtlich, dass die Frau einen Fehler gemacht hat.» Unklar sei, ob sie mit der Debit- oder der Kreditkarte bezahlt habe. Falls sie mit einer Debit-Karte bezahlt habe, sei die Zahlung direkt ihrem Bankkonto belastet worden. Juristisch gesehen sei dieser Vorgang wohl korrekt vonstatten gegangen. «Die Kundin hat das extrem grosszügige Trinkgeld mit dem Pin-Code bestätigt.»

Habe sie eine Kreditkarte verwendet, bliebe zwischen dem Bezahlvorgang und der Begleichung der Zahlung durch den Kunden mehr Zeit, um gegenüber dem Kartenherausgeber eine irrtümliche Zahlung zu widerrufen. «Es besteht dann die grundsätzliche Möglichkeit, über das Kartennetzwerk eine Rückbuchung einzuleiten. Falls diese nicht erfolgreich wäre, könnte der Kartenherausgeber auch prüfen, ob es Spielraum für eine kulante Lösung gäbe, bei welcher er zumindest einen Teil des Betrags zu seinen Lasten abschreiben würde.»

(20 Minuten)

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