New York: Ermittlungen gegen Musikindustrie
Aktualisiert

New York: Ermittlungen gegen Musikindustrie

In New York ermittelt Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer gegen mehrere Musikkonzerne wegen Verdachts auf illegale Preisabsprachen bei Musik-Downloads.

Gemäss Brancheninsidern sind die vier grössten Musikkonzerne Warner, Sony-BMG, EMI und Universal Music ins Visier der Justiz geraten. Die Staatsanwaltschaft untersucht, ob die Firmen bei der Festlegung der Einkaufspreise für die Betreiber von Musik-Download-Plattformen im Internet zusammengearbeitet haben.

Warner bestätigte, dass das Unternehmen eine entsprechende Vorladung vom Büro des Generalstaatsanwalts erhalten hat. Warner will mit den Strafuntersuchungsbehörden «voll kooperieren». Auch Sony-BMG bestätigte, eine Vorladung erhalten zu haben und kooperieren zu wollen.

Musikindustrie fordert höhere Download-Preise

Die Plattenfirmen möchten für ihre besten Songs höhere Preise als die momentan gängigen rund 1.50 Franken (z.B im Apple iTunes Music Store) verlangen.

Ein aktuelles Lied könnte dann gut auch 1.80 Franken kosten – dafür gäbe es aber vielleicht auch einen Oldie für 1.20 Franken. Man würde gerne «die Preise für neue, in der Entwicklung befindliche Künstler reduzieren und Premiumgebühren für die Superstars erheben», sagte Alain Levy, Chef von EMI Music, Ende November der britischen Zeitung «Evening Standard».

Apple-Chef Steve Jobs reagierte noch im September auf diese Forderungen mit einem Angriff gegen die «gierige Musikindustrie», soll aber laut Levy inzwischen zu gewissen Konzessionen bereit sein.

Quelle: Orf.at/20 Minuten

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