Aktualisiert 01.08.2006 23:57

New York: Wegen Gluthitze Notstand ausgerufen

Erstmals in der Geschichte der Stadt hat New York den Notstand wegen einer Hitzewelle ausgerufen. Damit Kälte für diejenigen verfügbar bleibt, die sie am dringendsten nötig haben, dürfen Klimaanlagen wegen des Stromverbrauchs nur noch zeitweise benutzt werden.

Die hohen Temperaturen seien ernsthaft lebensgefährlich, sagte Bürgermeister Michael Bloomberg. Das Bürgermeisteramt rief alle Einwohner zum Stromsparen auf.

Wer absichtlich diese Anweisung missachte und zum Beispiel die Klimaanlage auch bei Abwesenheit laufen lasse, müsse mit einer Anzeige rechnen. Die Stadt richtete 338 klimatisierte Zentren für alte Menschen ein.

Die Schwimmbäder mussten ihre Öffnungszeiten verlängern, um auch nach Feierabend Abkühlung bieten zu können. Die Massnahmen sollen bis Freitag in Kraft bleiben. Die Wetterdienste hatten für New York Temperaturen um die 38 Grad vorhergesagt.

Im westlichen Bundesstaat Kalifornien waren in den vergangenen Wochen 136 Menschen an den Folgen einer Rekordhitzewelle gestorben. In Chicago mussten am Montag mehrere hundert alte Menschen aus ihren Häusern evakuiert werden, weil das Elektrizitätsnetz teilweise zusammengebrochen war.

Etwa 20 000 Menschen waren von der Stromversorgung abgeschnitten. Im vergangenen Monat war auch in New York bereits im Stadtteil Queens mehr als eine Woche lang der Strom wegen Überlastung des Netzes ausgefallen. (sda)

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