Zwangsräumung: New York zahlt Occupy Wall Street Schadenersatz
Aktualisiert

ZwangsräumungNew York zahlt Occupy Wall Street Schadenersatz

Die Manifestation für eine gerechtere Welt endete im November 2011 mit Gewalt: Die Stadt New York liess den besetzten Park räumen. Nun muss sie für alles bezahlen, was damals zu Bruch ging.

von
hhs
Polizisten schnappen sich am 17. November 2011 bei der Räumung des Zuccotti-Parks einen Occupy-Wallstreet-Aktivisten.

Polizisten schnappen sich am 17. November 2011 bei der Räumung des Zuccotti-Parks einen Occupy-Wallstreet-Aktivisten.

Die New Yorker Stadtverwaltung zahlt Mitgliedern der Protestbewegung Occupy Wall Street insgesamt mehr als 100'000 Dollar Schadenersatz: Bei der Zwangsräumung des Protestcamps in einem Park in der New Yorker Innenstadt im November 2011 gingen zahlreiche Gegenstände kaputt.

Gerichtsunterlagen zufolge zahlt die Stadt allein für die bei der gewaltsamen Räumung zerstörte Bibliothek des antikapitalistischen Protestcamps 47'000 Dollar (44'000 Franken). Bei dem Polizeieinsatz im Zuccotti Park waren nach Angaben der Anwälte der Protestbewegung Hunderte Bücher beschädigt und mehr als 2000 beschlagnahmt und nie zurückgegeben worden.

Zeltstadt gegen soziale Ungerechtigkeit

Die Protestbewegung gegen wachsende soziale Ungleichheit und die Dominanz der Finanzmärkte hatte mehr als zwei Monate in dem Park ausgeharrt und eine Zeltstadt errichtet.

In einem anderen Verfahren erklärte sich die Stadtverwaltung bereit, 75'000 Dollar als Ersatz für zerstörte Computer sowie Fernseh- und Radiotechnik zu zahlen. Auch verlorene oder zerstörte Elektrofahrräder einer Umweltgruppe, die zur Stromerzeugung genutzt wurden, sollen mit 8500 Dollar entschädigt werden.

Die New Yorker Occupy-Bewegung war Vorreiter für ähnliche Proteste in zahlreichen Städten weltweit. (hhs/sda)

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