Zizers GR - News-Scout entdeckt Pfau im Wald
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Zizers GRNews-Scout entdeckt Pfau im Wald

Bei einer Wanderung begegnete Leser Nico am Sonntagmorgen einem blauen Pfau. Heimisch ist der Vogel in Zizers GR nicht.

von
Davinia Sehring
Pascal Eicher
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Diesen Pfau hat News-Scout Nico… 

Diesen Pfau hat News-Scout Nico…

News-Scout Nico Gawirsch
… im Wald bei Valzeina entdeckt. 

… im Wald bei Valzeina entdeckt.

Screenshot
Der Pfau ist danach im Wald verschwunden, als er die Wanderinnen und Wanderer bemerkte. 

Der Pfau ist danach im Wald verschwunden, als er die Wanderinnen und Wanderer bemerkte.

News-Scout Nico Gawirsch

Darum gehts

  • Auf dem Wanderweg zum Valzeina in Zizers wurde ein blauer Pfau im Wald gesichtet.

  • Ungewöhnlich, denn Pfaue sind in Schweizer Wäldern nicht heimisch.

  • Vermutlich handelt es sich um einen ausgebüxten Zucht-Pfau.

Überraschung bei einer Wanderung am Valzeina in Zizers GR für News-Scout Nico Gawirsch (16) und seine Freunde am Sonntagmorgen: «Erst hörten wir ein Rascheln im Wald, dann sahen wir den Pfau im Gebüsch.» Neugierig seien sie dem auffallend blauen Pfau hinterhergeschlichen. Wem der Pfau gehört oder wie er in den Wald gelangt ist, wisse der News-Scout nicht.

Einem Pfau mitten im Schweizer Wald zu begegnen, ist definitiv ein Ereignis mit Seltenheitswert. Denn Pfaue sind eigentlich «in asiatischen Wäldern, zum Beispiel in Indien oder Sri Lanka, heimisch», wie Livio Rey, von der Schweizerischen Vogelwarte Sempach, auf Anfrage mitteilt. Dieser Pfau hat sich, jedoch in einem Wald in der Nähe von Zizers GR, auf Entdeckungstour begeben.

Schutz auf Bäumen

«Grundsätzlich sind die Überlebenschancen eines Pfaus im Schweizer Wald gut, denn Pfaue sind Allesfresser. Ausserdem schlafen sie auf Bäumen, was ihnen guten Schutz vor Jägern, wie Füchsen oder Mardern, bietet», sagt Karin Federer, Zoodirektorin vom Walter Zoo in Gossau SG. Trotzdem ist es wie bei allen Sichtungen von Tieren in nicht-heimischem Umfeld ratsam, umgehend den zuständigen Kanton sowie den Wildhüter zu verständigen. Warum der blaue Pfau auf dem Weg zum Valzeina zu sehen war, ist nicht bekannt. «Es handelt sich aber sicher um einen Zucht-Pfau, der ausgebüxt ist», sagt Rey.

Laut Federer sind Pfaue standorttreue Tiere, das heisst sie bleiben dort, wo sie gehalten und gefüttert werden. «Es ist denkbar, dass dieser Pfau ins Freie gelassen wurde, bevor er sich an sein Zuhause gewöhnen konnte und er deshalb geflüchtet ist», sagt Federer weiter.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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