Copa América in Brasilien - Peru besiegt Kolumbien und ist nun Gruppendritter

Copa América in BrasilienPeru besiegt Kolumbien und ist nun Gruppendritter

Was läuft in der Bundesliga, Premier League, Serie A oder der Ligue 1? Wie schlagen sich die Schweizer im Ausland? Alles dazu im Ticker.

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Ressort Sport

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Dienstag, 22.06.2021

«Russland ist eine sehr stolze Fussballnation»

Fifa-Präsident Gianni Infantino hat sich am Montag mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin getroffen und mit diesem in Moskau unter anderem über die Auswirkungen der WM 2018 in Russland auf den Fussball und dessen Stellenwert in der Gesellschaft gesprochen. Zudem sei bei dem Treffen im Kreml über Strategien zur Entwicklung des Sports und die Vorbereitungen für die WM 2022 in Katar gesprochen worden, teilte der Weltverband mit.

«Russland ist eine sehr stolze Fussballnation und hat 2018 die Herzen vieler neuer Fans erobert», wird Infantino in der Mitteilung der Fifa zitiert. Er danke «dem Präsidenten der Russischen Föderation und dem Russischen Fussballverband dafür, dass sie nicht nur weiterhin die Grundlagen des Fussballs für den Erfolg unterstützen, sondern auch die Kraft des Fussballs nutzen, um die Vielfalt auf und neben dem Spielfeld zu fördern», sagte der 51-jährige Infantino demnach weiter. «Russland und das russische Volk haben nach dem Turnier einen ausserordentlich positiven Eindruck bei allen Beteiligten hinterlassen. Dies ist sicherlich ein lang anhaltendes Vermächtnis der Weltmeisterschaft, die hier vor drei Jahren stattfand.»

Nach dem Treffen mit Putin wollte Infantino das EM-Vorrundenspiel zwischen Finnland und Belgien am Montagabend in St. Petersburg besuchen. (nih/dpa)

Montag, 21.06.2021

Peru besiegt Kolumbien

Peru hat Kolumbien in seiner zweiten Partie bei der Copa América 2:1 besiegt. In der 16. Minute traf Sergio Peña am Sonntag für das peruanische Team im Olympiastadion Pedro Ludovico Teixeira in Goiânia nach einem Pfostenschuss aus kurzer Distanz. Miguel Borja glich in der 53. Minute per Elfmeter für Kolumbien aus. Nach einem Eckball in der 63. Minute verschuldete Yerry Mina ein Eigentor gegen Kolumbien und erhöhte damit zum 2:1 für Peru. In der Gruppe B steht Peru nun mit drei Punkten hinter Brasilien und Kolumbien auf dem dritten Tabellenplatz.

Zuvor hatten sich Ecuador und Venezuela 2:2-Unentschieden getrennt. Die beiden Mannschaften lieferten sich im Olympiastadion Nilton Santos in Rio de Janeiro bis zum Schlusspfiff eine spannende Partie. Ecuador zeigte über die gesamten 90 Minuten die konstantere Leistung, aber Venezuela versuchte vor allem in der zweiten Halbzeit, den Favoriten aus der Ruhe zu bringen. Die Vinotinto war mit einer eilig zusammengestellten Mannschaft in die Copa América gegangen: Kurz vor Turnierstart waren rund ein Dutzend Delegationsmitglieder positiv auf das Coronavirus getestet worden – Venezuela berief daraufhin kurzfristig 15 neue Spieler in den Kader. (dpa)

Freitag, 18.06.2021

Brasilien schlägt Peru – Pelé lobt Neymar

Pelé hat Neymar nach dem zweiten Sieg der brasilianischen Nationalmannschaft bei der Copa América in den höchsten Tönen gelobt. «So wie alle Brasilianer freue ich mich jedes Mal, wenn ich ihn Fussball spielen sehe», schrieb der 80-Jährige bei Instagram. Neymar sei mit seinem Tor im Spiel gegen Peru einen Schritt näher an Pelés Torrekord in der Nationalmannschaft herangerückt. «Und ich drücke ihm die Daumen, dass er das schafft.» Pelé hatte in 92 Länderspielen 77 Tore für die Nationalmannschaft geschossen. Neymars Treffer zum 2:0 gegen Peru war sein 68. Treffer im Trikot Brasiliens.

Im Spiel gegen Peru hatte zuvor Alex Sandro in der 11. Minute nach einem Querpass von Gabriel Jesus aus kurzer Distanz zum 1:0 für den Titelverteidiger getroffen. In der 67. Minute erhöhte Neymar mit einem flachen Schuss von ausserhalb des Strafraums. In der 88. Minute traf Everton Ribeiro nach einem flachen Pass von Richarlison in die Mitte des Strafraums. In der Nachspielzeit erhöhte Richarlison dann selbst noch zum 4:0-Endstand für die Seleção. (dpa)

Mittwoch, 16.06.2021

Bereits 52 Corona-Fälle bei der Copa América

Zwei Tage nach dem Auftakt der Copa América gibt es beim südamerikanischen Kontinentalturnier bereits Dutzende Corona-Fälle. 52 Fussballspieler und Mitarbeiter seien positiv getestet worden, berichtete die Sportzeitung «Lance» am Dienstag unter Berufung auf das brasilianische Gesundheitsministerium. Allein in der venezolanischen Delegation hatten sich zuletzt rund ein Dutzend Spieler und Mitarbeiter infiziert.

Die Copa América hatte am Sonntag begonnen. Das südamerikanische Kontinentalturnier war erst von wenigen Wochen nach Brasilien verlegt worden, nachdem Argentinien wegen der zweiten Corona-Welle als Ausrichter abgesprungen war. Der südamerikanische Fussballverband Conmebol geriet daraufhin in die Kritik, denn auch Brasilien ist noch immer ein Corona-Brennpunkt: Über 17,5 Millionen Menschen haben sich dort nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 490'000 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 bisher gestorben. (dpa)

Montag, 14.06.2021

Brasilien eröffnet mit Sieg die Copa América

Gastgeber und Titelverteidiger Brasilien ist erfolgreich in die Copa América gestartet. Die Mannschaft um Superstar Neymar gewann das Eröffnungsspiel der Südamerikameisterschaft am Sonntag gegen Venezuela in Brasilien mit 3:0. Die Treffer im Stadion Mané Garrincha erzielten Verteidiger Marquinhos nach einem Eckstoss von Neymar in der 23. Minute, Neymar selbst per Elfmeter (64.) und Gabriel Barbosa (89.).

Venezuela hatte zuvor nach acht positiven Corona-Tests innerhalb der Mannschaft, noch kurzfristig 15 neue Spieler geholt. Auch der ehemalige Bundesliga-Profi Tomás Rincón vom FC Turin war wegen Covid-19-Symptomen nicht mit der venezolanischen Mannschaft nach Brasilien gereist.

Brasilien-Captain Casemiro, der zuvor sein Unbehagen über die Austragung der Copa América in seiner Heimat ausgedrückt hatte, sagte im Fernsehen: «Es könnte ein Freundschaftsspiel sein, Copa América, Weltmeisterschaft – wir spielen, um zu gewinnen. Venezuela wollte ein Unentschieden, aber wir waren konzentriert und aggressiv im letzten Drittel des Spielfeldes.» Beim zweiten Spiel konnte Kolumbien gegen Ecuador eine 1:0-Erfolg feiern. (dpa/skl)

Donnerstag, 10.06.2021

Neymar führt Brasilien-Kader für Copa América an – doch tritt das Land an?

Vor einer für Donnerstag angekündigten ausserordentlichen Sitzung des Obersten Gerichtshofs Brasiliens zur Austragung der Copa América in dem südamerikanischen Land hat Nationaltrainer Tite den Kader für das Fussball-Turnier benannt. Dieser besteht weitgehend aus den Akteuren um Superstar Neymar, die auch für die WM-Qualifikationsspiele gegen Ecuador und Paraguay nominiert gewesen waren, wie aus einer Mitteilung des brasilianischen Fussballverbandes CBF am Mittwochabend (Ortszeit) hervorging. Nach einer Verletzung kehrt Innenverteidiger Thiago Silva vom FC Chelsea für Rodrigo Caio (Flamengo Rio de Janeiro) zurück.

Falls alles so bleiben sollte, wie es geplant ist, trifft der fünfmalige Weltmeister zum Auftakt der Copa América in Brasília am Sonntag auf Venezuela. Die Brasilianische Sozialistische Partei und eine Metallarbeiter-Gewerkschaft wollen die Austragung verhindern und hatten beim Gericht entsprechende Anträge eingebracht. Sie argumentieren, dass Brasilien keine internationalen Sportveranstaltungen ausrichten solle, solange wegen der Corona-Pandemie Massnahmen zur sozialen Distanzierung gefordert sind.

Wenige Wochen vor Beginn des Turniers waren zunächst Kolumbien und dann Argentinien als ursprünglich vorgesehene Ausrichter abgesprungen. In Kolumbien kommt es seit Monaten zu blutigen Protesten gegen die Regierung, Argentinien wurde von der zweiten Welle der Corona-Pandemie hart getroffen. (nih/dpa)

Dienstag, 08.06.2021

Fifa zieht teilweise nach Paris – Nähe zu Katar sorgt für Kritik

Der Fussball-Weltverband Fifa wird nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» und der französischen Zeitung «Le Monde» an diesem Donnerstag seine Aussenstelle in Paris eröffnen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron werde dies verkünden, hiess es in den Berichten. Abseits des Hauptquartiers in Zürich sollen dann rund 100 Fifa-Mitarbeiter im Hôtel de la Marine arbeiten.

Ab Samstag solle das neue Domizil für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Offiziell will die Fifa in Frankreichs Hauptstadt ihre Verbindungen zur französischsprachigen Fussball-Welt, aber auch zu Institutionen wie der Unesco – der Kulturorganisation der Vereinten Nationen – verbessern.

Bereits im vergangenen Oktober hatte die Fifa mitgeteilt, dass sich Macron und Frankreichs Verbandschef Noël Le Graët grundsätzlich darauf geeinigt hätten, dass der Weltverband Anfang 2021 eine Filiale in der französischen Hauptstadt eröffnet. Die Fifa wurde 1904 in Paris gegründet und zog 1932 nach Zürich um.

Für Aufregung sorgt, dass laut der «Süddeutscher Zeitung» das Gebäude in Zukunft auch eine private Kunstsammlung «grosszügiger Gönner» beherbergen soll – nämlich der königlichen Familie von Katar. Also das Land, welches im Winter 2022 die Fussball-Weltmeisterschaft ausrichten wird und immer wieder wegen Menschenrechtsverletzungen in den Schlagzeilen ist. (nih/dpa)

Montag, 07.06.2021

«Meine Oma wird bis oben hin voll sein» – Deutschland holt U-21-Titel

Die deutsche U21-Nationalmannschaft ist zum dritten Mal Fussball-Europameister. Die Auswahl von Trainer Stefan Kuntz setzte sich am Sonntag in Ljubljana im Finale der Junioren-EM mit 1:0 (0:0) gegen Portugal durch. Lukas Nmecha traf in der 49. Minute für die deutsche U21, die nach 2009 und 2017 erneut den EM-Titel feierte. Der Stürmer vom RSC Anderlecht wurde mit insgesamt vier Treffern auch bester Torschütze des Turniers. Für die DFB-Auswahl war es das dritte Endspiel in Serie unter Erfolgscoach Kuntz.

Die Freude über den Titel war gross. Von den A-Nationalspielern von Deutschland kamen Glückwünsche. Und U-21-Europameister Niklas Dorsch sagte nach dem Triumph: «Die Oma hatte früher eine eigene Brauerei, also glaube ich, dass die auch bis oben hin voll sein wird.» Hintergrund dieser Aussage: Dorschs Oma hatte dem Deutschen vor dem Final eine Video-Grussbotschaft geschickt und gesagt: «Ich wünsche euch einen Sieg. Und wenn du den Pokal mit heimbringst, dann trinken wir aus dem Pokal und dann kriegst du auch einen Sauerbraten und eine Haxe.» (nih/dpa)

Grosser Triumph für die USA

Champions-League-Sieger Christian Pulisic vom FC Chelsea hat der Fussball-Nationalmannschaft der USA den Gewinn der Nations League in Nord- und Mittelamerika gesichert. Der frühere Dortmunder verwandelte im Finale am Sonntag (Ortszeit) in der 114. Minute einen Elfmeter zum 3:2-Siegtreffer des US-Teams gegen Mexiko.

Die Mexikaner waren in Denver durch ein schnelles Tor von Jesús Corona nach 63 Sekunden in Führung gegangen, BVB-Profi Giovanni Reyna besorgte nach 27 Minuten den Ausgleich. Die abermalige Führung der Mexikaner durch Diego Lainez (79.) glich der Ex-Schalker Weston McKennie nur drei Minuten später aus und rettete die USA in die Verlängerung. Dort wurde neben Pulisic auch der für den verletzten Zack Steffen ins Tor gekommene Ersatzkeeper Ethan Horvath zum Matchwinner, als er kurz vor dem Abpfiff einen von Andrés Guardados getretenen Handelfmeter parierte.

Zuvor war Torschütze Reyna ausgewechselt worden, nachdem er von einem von der Tribüne geworfenen Gegenstand im Gesicht getroffen worden war. In der Nachspielzeit war die Partie wegen diskriminierender Gesänge im Empower Field für mehrere Minuten unterbrochen worden. (nih/dpa)

Samstag, 05.06.2021

Bachmann gewinnt Titel in Frankreich

Ramona Bachmann hat mit ihrem Club Paris Saint-Germain nicht nur den französischen Meistertitel geholt, sondern PSG unterbrach damit auch eine langjährige Serie. Denn zuvor hatte Olympique Lyon in Frankreich 14 Meistertitel aneinandergereiht.

Weil PSG aber am letzten Spieltag Dijon 3:0 besiegte und am Ende der Saison einen einzigen Punkt mehr als Lyon einfuhr, durften die Pariserinnen über den Titel jubeln – mittendrin die Schweizer Nationalspielerin. (hua)

Brasilien besiegt Ecuador in der WM-Quali

Inmitten der Turbulenzen um die Copa América in Brasilien hat der fünfmalige Weltmeister in der Qualifikation für die WM 2022 gegen Ecuador gewonnen. Die Seleção siegte in Porto Alegre am Freitagabend 2:0.

Die Treffer erzielten Stürmer Richarlison vom FC Everton in der 65. Minute und Superstar Neymar, der einen Elfmeter in der Wiederholung verwandelte (90.+4.). Alle Spieler liefen jeweils zur gemeinschaftlichen Umarmung zu Nationaltrainer Tite. (dpa)

Dienstag, 01.06.2021

Rummenigge hört früher auf

Die Ära Karl-Heinz Rummenigge endet beim Fussball-Bundesligisten FC Bayern München ein halbes Jahr früher als geplant. Der 65-Jährige löst seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender der Münchner schon zum 30. Juni 2021 auf. Den Posten des 65-Jährigen übernimmt Oliver Kahn, der eigentlich zum 1. Januar 2022 an die Club-Spitze rücken sollte. Das bestätigte der FC Bayern am Dienstag. Zuvor hatten «Bild», «Sport Bild», «Welt» und «Kicker» darüber berichtet.

«Es ist ein Abschied mit Zufriedenheit und Stolz, ich darf einen sportlich, wirtschaftlich und strukturell vollständig intakten Club übergeben. Das war mir wichtig», sagte Rummenigge. Es sei der «strategisch sinnvollste und logische Zeitpunkt». Rummenigge verwies darauf, dass nicht nur das Geschäftsjahr ende, sondern auch ein neuer Abschnitt mit einem neuen Trainergespann beginne. (dpa)

Polizei beendet Party des 1. FC Köln

Die Polizei hat eine nächtliche Party des 1. FC Köln in der Nacht zu Sonntag wegen Ruhestörung und Verstosses gegen die Corona-Schutzverordnung aufgelöst. Ein Sprecher der Polizei sagte am Dienstag, ein Streifenteam sei zu dem Einsatz um 3.15 Uhr in eine eigentlich geschlossene Kölner Bar gerufen worden. Zuvor hatte «Bild.de» über den Vorfall berichtet. Neben Geschäftsführer Alexander Wehrle seien bei der Feier ein Grossteil der Mannschaft und einzelne Betreuer anwesend gewesen. Dem Polizeisprecher zufolge wird ein Verfahren gegen alle Anwesenden und den Betreiber wegen Verstosses gegen die Corona-Schutzverordnung eingeleitet.

«Die Feier war spontan organisiert worden und der Euphorie geschuldet. Wir können uns nur dafür entschuldigen. Wir sind unserer Vorbildfunktion nicht gerecht geworden. Wir wissen, dass so etwas in Pandemie-Zeiten nicht vorkommen darf», sagte Wehrle dem «Kölner Stadtanzeiger» und der «Bild».

Zum Zeitpunkt der Party galt in Köln eine nächtliche Ausgangssperre. Die Kölner hatten im Relegations-Rückspiel einen 5:1-Sieg bei Holstein Kiel errungen und sich damit den Verbleib in der Fussball-Bundesliga erkämpft. Laut Polizei kursieren Videos in den sozialen Medien, die die Teilnehmer der Party zeigen, darunter auch Wehrle. Auf einem Video sei zudem ein einzelner Polizeibeamter zu sehen, der die Maske nicht über Mund und Nase, sondern unter das Kinn gezogen habe. Wie es zu dieser Situation gekommen sei, werde ebenfalls noch geklärt, sagte der Sprecher. (dpa)

Samstag, 29.05.2021

Erstklassiges Köln

Der 1. FC Köln bleibt der Fussball-Bundesliga erhalten. Die Rheinländer setzten sich am Samstag im Relegations-Rückspiel beim Zweitliga-Dritten Holstein Kiel mit 5:1 (4:1) durch. Dank des Erfolges machte die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel die 0:1-Niederlage vom Mittwoch wett und verhinderte den siebten Bundesliga-Abstieg in der Vereinsgeschichte.

Vor etwas mehr als 2300 Zuschauern trafen für die Kölner in einer aufregenden Anfangsphase Jonas Hector (3.) und zweimal Sebastian Andersson (6./13.). Zwischenzeitlich hatte Jae-Sung Lee (4.) den Ausgleich für die Kieler erzielt. Rafael Czichos (39.) sorgte schon früh für die Entscheidung zugunsten des Bundesligisten. Ellyes Skhiri (84.) setzte den Schlusspunkt. dpa

Massive Busse für Beckhams Club

Der von einer Investorengruppe um den ehemaligen englischen Nationalspieler David Beckham geführte Club Inter Miami CF ist von der Major League Soccer mit der bislang härtesten jemals ausgesprochenen Geldstrafe der MLS-Historie belegt worden. Der Verein verstiess in der Saison 2020 gegen das Gehaltsbudget und Kaderregeln und muss deswegen unter anderem zwei Millionen Dollar zahlen, hiess es in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung.

Neben der Geldstrafe für den Verein wurde auch der geschäftsführende Eigentümer Jorge Mas zu einer Strafe in Höhe von 250'000 Dollar verurteilt. Der damalige Sportliche Leiter Paul McDonough wurde bis zum Ende der Saison 2022 gesperrt. Mas sagte: «Als Club räumen wir ein, gegen die Regeln verstossen zu haben. Wir haben aber eng mit der Liga zusammengearbeitet, um die Probleme zu lösen und erhebliche Änderungen in unserer Struktur vorgenommen.»

In den Blickpunkt gerieten unter anderem die Kaderplätze des Franzosen Blaise Matuidi sowie jener von Andrés Reyes, die verpflichtet wurden. Auch seien zu niedrige Gehälter von Leandro González Pirez, Jorge Nicolás Figal und Julián Carranza angegeben worden. Die Spieler waren nicht Gegenstand der Untersuchungen. Auch haben ihre Verträge weiter in vollem Umfang Bestand. (dpa)

Donnerstag, 27.05.2021

Neuer Juve-Coach?

Trainer Massimiliano Allegri kehrt laut Medienberichten nach nur zwei Jahren zum italienischen Rekordmeister Juventus Turin zurück. Damit sei die Zeit von Ex-Nationalspieler Andrea Pirlo auf der Trainerbank der Bianconeri nach nur einem Jahr schon wieder abgelaufen, meldete die «Gazzetta dello Sport» am Donnerstag. Auch Inter Mailand sei an Allegri interessiert gewesen.

Allegri hatte die Juve von 2014 bis 2019 trainiert und in den fünf Jahren alle fünf Meistertitel geholt. Zweimal stand Juve mit ihm im Finale der Champions League. In diesem Jahr wurde der Club in der Serie A nur Vierter, der Scudetto (Titel) ging an Inter. (dpa)

Mittwoch, 26.05.2021

0:1 gegen Kiel – Köln vor Bundesliga-Abstieg

Der 1. FC Köln steht nach einem Blitz-Jokertor vor dem siebten Abstieg aus der Bundesliga, für Holstein Kiel ist der erstmalige Aufstieg derweil zum Greifen nahe. Der Zweitligist gewann das umkämpfte Relegations-Hinspiel am Mittwoch in Köln mit 1:0 (0:0) und hat damit eine glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel am Samstag in Kiel.

Den Treffer für die nach einem Mammutprogramm in Folge zweier Corona-Quarantänen körperlich arg strapazierten Störche erzielte Abwehrspieler Simon Lorenz mit seinem ersten Ballkontakt 20 Sekunden nach der Einwechslung (59.). Die Kölner hatten nach dem gerade noch gesicherten Sprung auf Rang 16 nach aussen Selbstvertrauen demonstriert, liessen dem aber kaum Taten folgen.

Ina Fassbender/AFP Pool/dpa

Mini-Strafe für Ibrahimovic

Altstar Zlatan Ibrahimovic ist wegen Verstössen gegen die Uefa-Statuten von der Uefa mit einer Geldstrafe in Höhe von 50'000 Euro belegt worden. Dem 39-jährigen Schweden von der AC Milan wird die Beteiligung an einem maltesischen Wettanbieter zur Last gelegt. Ibrahimovic muss die Zusammenarbeit mit diesem zudem beenden. Milan wurde in diesem Zusammenhang von der UEFA-Berufungskammer mit einer Geldstrafe in Höhe von 25 000 Euro belegt und zudem verwarnt.

Damit kommt der Superstar glimpflich davon. Zwischenzeitlich war sogar eine mehrjährige Sperre die Rede. Diese hätte wohl das Karriereende von Ibrahimovic bedeutet. (dpa/law)

Attacke auf Fans

Vor dem Finale der Europa League in Danzig sind Fussballfans des englischen Clubs Manchester United von örtlichen Hooligans angegriffen worden. Drei Personen seien dabei verletzt worden, sagte ein Sprecher der Polizei dem Sender Radio Zet am Mittwoch. «Das Ganze dauerte nur ein paar Dutzend Sekunden. Dann liefen die Täter auseinander.» Derzeit werte man Videoaufnahmen aus.

Laut Berichten polnischer Medien hatte sich die Gruppe der United-Fans am Dienstagabend im Aussenbereich einer Bar in der Innenstadt aufgehalten. Auf Twitter veröffentlichte Aufnahmen zeigen, wie die Fans lautstark Lieder ihres Clubs sangen. Nach Polizeiangaben wurde die Gruppe plötzlich von etwa 20 bis 30 Personen angegriffen. Auf Videos ist zu hören, wie die Angreifer «Lechia Gdansk» rufen.

Oberbürgermeisterin Aleksandra Dulkiewicz entschuldigte sich auf Twitter für den Vorfall. Gdansk sei eine offene und solidarische Stadt, in der es keinen Platz für Gewalt gebe.

Manchester United spielt am Mittwoch (21.00 Uhr) im Finale gegen Aussenseiter Villarreal aus Spanien. Gemäss den aktuellen Corona-Schutzmassnahmen sind maximal 9500 Zuschauer zugelassen. (dpa)

Dienstag, 25.05.2021

Final mit Zuschauer

Zum Champions-League-Finale in Porto dürfen 16'500 Zuschauer ins Estádio do Dragão. Nach einer Entscheidung der zuständigen Behörden dürfe die Arena mit rund 50 000 Plätzen beim Endspiel zwischen Manchester City und dem FC Chelsea am Samstag zu rund einem Drittel ausgelastet werden, teilte die Europäische Fussball-Union (Uefa) am Dienstag mit. In den freien Verkauf sollten ab Dienstagnachmittag (14.00 Uhr) aber nur 1700 Tickets auf der Internetseite uefa.com gehen. Beide Finalisten haben für ihre Fans jeweils 6000 Eintrittskarten erhalten.

Das Finale sollte ursprünglich in Istanbul ausgetragen werden. Grund für die Verlegung waren Sicherheitsbedenken. Grossbritannien hatte die Türkei wegen der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen auf eine «rote Liste» von Ländern gesetzt, aus denen eine direkte Einreise ins Vereinigte Königreich verboten ist. (dpa/fss)