Aktualisiert 19.10.2012 13:46

Magazin wird digital«Newsweek» künftig nur noch im Internet

Wer noch ein gedrucktes Exemplar der 80 Jahre alten US-Zeitschrift «Newsweek» ergattern will, hat noch bis Ende Jahr Zeit. Ab dann erscheint das Magazin nur noch digital.

Ab 2013 gibt es «Newsweek» nur noch im Internet.

Ab 2013 gibt es «Newsweek» nur noch im Internet.

Eine der ältesten und bekanntesten Zeitschriften der Welt wird es künftig nicht mehr auf Papier geben: Das US-Journal «Newsweek» stellt zum Jahresende sein Erscheinen am Zeitungskiosk ein.

Dann wird es das vor 80 Jahren gegründete Magazin nur noch digital geben. Dies teilte der Verlag am Donnerstag in New York mit. Die letzte gedruckte Ausgabe erscheine am 31. Dezember 2012.

«Newsweek Global», wie die digitale Ausgabe dann heisst, wird eine weltweite Edition sein, «ausgerichtet auf ein hochmobiles, meinungsbildendes Publikum, das in einem anspruchsvollen Umfeld etwas über die Welt erfahren will», erklärten die Chefs von «Newsweek» und dem Online-Ableger «Daily Beast».

«Newsweek» war erst vor zwei Jahren von der «Washington Post»- Gruppe an Sidney Harman verkauft worden. Der Radiotechnik-Pionier starb nur neun Monate später.

Kurz zuvor war «Newsweek» mit der Website «The Daily Beast» fusioniert, deren Gründerin Tina Brown Chefin beider Redaktionen wurde. Die Zeitschrift gehört nun Harmans Nachkommen und dem Internetunternehmen InterActiveCorp (»ask.com»).

Auflage drastisch gesunken

Wie andere Zeitungen und Magazine in den USA leidet «Newsweek» unter einer schwindenden Leserschaft und der Verlagerung des Anzeigengeschäfts ins Internet. Die Auflage des Magazins fiel im vergangenen Jahrzehnt von mehr als vier Millionen auf rund 1,5 Millionen.

Einen ähnlichen Weg ins Netz ist vor drei Jahren bereits «Life» gegangen. Das Reportagemagazin hat eine ähnliche Geschichte wie «Newsweek». Beide Journale berichteten in atemberaubenden Bildern vom Aufstieg der Nazis, dem Zweiten Weltkrieg, Mauerbau, Vietnam und Watergate und dem 11. September 2001.

Auch die Fotos von «Life» gibt es aber nur noch im Internet. Als letzte der drei grossen Zeitschriften hält sich noch «Time» am Kiosk. (sda)

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