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Schul-MassakerNewtown reisst Haus von Amokläufer ab

Sobald der Winter vorbei ist, soll das Haus von Amokläufer Adam Lanza dem Erdboden gleichgemacht werden. Lanza hatte 2012 an der Sandy Hook Elementary School ein Massaker angerichtet.

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Die britische «Sun» berichtet am Dienstag, 18. Dezember 2012, über den fensterlosen, bunkerähnlichen Raum, in dem Adam Lanza im Haus seiner Mutter gelebt hat.

Die britische «Sun» berichtet am Dienstag, 18. Dezember 2012, über den fensterlosen, bunkerähnlichen Raum, in dem Adam Lanza im Haus seiner Mutter gelebt hat.

Screenshot
Der Täter auf einem undatierten Bild aus einem Jahrbuch der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown, Connecticut.

Der Täter auf einem undatierten Bild aus einem Jahrbuch der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown, Connecticut.

Keystone/AP
Ryan Kraft war vor rund zehn Jahren der Babysitter von Adam Lanza. Dessen Mutter Nancy Lanza hatte den damals 14- oder 15-Jährigen vor ihrem Sohn gewarnt: «Kehre ihm bloss nie den Rücken zu.»

Ryan Kraft war vor rund zehn Jahren der Babysitter von Adam Lanza. Dessen Mutter Nancy Lanza hatte den damals 14- oder 15-Jährigen vor ihrem Sohn gewarnt: «Kehre ihm bloss nie den Rücken zu.»

Screenshot CBS News

Die US-Stadt Newtown hat sich mehr als zwei Jahre nach dem Amoklauf in einer Grundschule zum Abriss des Hauses des Täters entschieden. Der Legislativrat der Stadt im Bundesstaat Connecticut bestätigte in einer Abstimmung am Mittwochabend (Ortszeit), dass die Bleibe dem Erdboden gleichgemacht werde, sagte die Vertreterin Pat Llodra. Anschliessend soll das Anwesen eine Freifläche bleiben.

Sie erwarte, dass das grosse Haus niedergerissen werde, sobald der Winter vorbei sei, sagte Llodra. Das Anwesen war der Stadt im Dezember von einer Bank übergeben worden, die es von der Familie des Amokläufers erworben hatte.

Bei dem Massaker in der Sandy Hook Elementary School am 14. Dezember 2012 erschoss der Täter 20 Kinder und sechs Lehrer, ehe er sich selbst tötete. Nachbarn hatten die Stadt gebeten, das Haus, in dem der Amokläufer vor seiner Tat auch seine Mutter erschossen hatte, abzureissen. Es erinnere sie «an das Böse, das hier gehaust hat», sagte ein Anwohner. Zudem würden Touristen häufig in der Strasse anhalten, um Fotos zu machen. (sda)

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