15.09.2020 09:19

Nach roter KarteNeymar akzeptiert Strafe, aber konnte Rassismus «nicht ignorieren»

Der PSG-Star hat sich nach seinem Platzverweis erneut deutlich zu Wort gemeldet. Er erwarte auch eine Bestrafung für den rassistischen Kommentar.

Mithilfe des VAR: Neymar wird nach einem Schlag auf den Hinterkopf vom Platz gestellt. Er habe damit auf eine rassistische Beleidigung reagiert, sagte er danach.

Video: Youtube

Darum gehts

  • Neymar hat sich nach seiner roten Karte erneut kritisch geäussert.
  • Obwohl er sich wie «ein Idiot» verhalten habe, könne man Rassismus nicht ignorieren.
  • Er fordert auch eine Bestrafung für seinen Gegenspieler Alvaro Gonzalez.

Der brasilianische Stürmerstar Neymar von Paris Saint-Germain hat sich nach den Vorkommnissen beim Spiel gegen Marseille für sein Verhalten entschuldigt, seine Rassismusvorwürfe aber erneuert. «Rassismus und Intoleranz sind nicht akzeptabel», schrieb Neymar in einem Beitrag auf Instagram.

«Rassismus existiert, aber wir müssen ihn stoppen. Nicht mehr. Es ist genug.» Auslöser seines Ausrasters seien diskriminierende Äusserungen gewesen, bekräftigte Neymar erneut. Die Unparteiischen hätten nicht reagiert, als er sie darauf hingewiesen habe, schrieb Neymar. So etwas dürfe man aber nicht ignorieren.

«Heute, mit einem kühlen Kopf» sehe er aber ein, dass er dem «Weg des sauberen Fussballs» hätte folgen sollen. «Der Typ war ein Idiot. Ich habe mich auch wie ein Idiot verhalten.»

Der 28-Jährige hatte in der Schlussphase des Ligaspiels gegen Olympique Marseille am Sonntag die rote Karte gesehen, weil er seinem Gegenspieler Alvaro Gonzalez mit der flachen Hand auf den Hinterkopf geschlagen hatte.

Via Twitter hatte Neymar den Spanier zunächst als «Idioten» bezeichnet und bedauert, diesem nicht ins Gesicht geschlagen zu haben.

Er akzeptiere seine Bestrafung, hoffe aber, dass der Verursacher auch bestraft werde. Gonzalez und auch Marseilles Trainer André Villas-Boas hatten die Vorwürfe nach dem Spiel zurückgewiesen.

(dpa/lai)

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