Final der Copa América - Argentinien schlägt Brasilien mit 1:0
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Final der Copa AméricaArgentinien schlägt Brasilien mit 1:0

Argentinien holt mit dem Tor von Ángel Di María den Titel der Copa América und Messi erfüllt somit seinen langgehegten Traum vom Turniersieg. Im Final trafen die beiden grössten Fussball-Nationen Südamerikas aufeinander.

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Ángel Di María (2.v.r.) feiert sein erstes Tor für die argentinische Mannschaft und führt sein Team zum Ziel. 

Ángel Di María (2.v.r.) feiert sein erstes Tor für die argentinische Mannschaft und führt sein Team zum Ziel.

dpa
Erst beim Elfmeterschiessen des Halbfinals setzte sich das argentinische Nationalteam gegen die Nationalmannschaft aus Kolumbien durch und zog in den Final der Copa América ein. 

Erst beim Elfmeterschiessen des Halbfinals setzte sich das argentinische Nationalteam gegen die Nationalmannschaft aus Kolumbien durch und zog in den Final der Copa América ein.

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Dort trifft der argentinische Superstar Lionel Messi auf seinen ehemaligen Barça-Kollegen. 

Dort trifft der argentinische Superstar Lionel Messi auf seinen ehemaligen Barça-Kollegen.

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Darum gehts

  • In der Nacht auf Sonntag fand der Final der Copa América statt, den Titel holt Argentinien – der Lang ersehnte Pokal für Lionel Messi.

  • Um den Titel des südamerikanischen Pokals kämpften die Teams aus Brasilien und Argentinien, das Tor hat Ángel Di María in der 21. Minute geschossen.

  • Neymar hatte sich Argentinien als Gegner gewünscht – und traf zum fünften Mal auf das Team von Lionel Messi.

Argentinien hat den Final der Copa América gewonnen und sich zum Südamerika-Meister gekrönt. Das Team um Superstar Lionel Messi setzte sich am Samstag im legendären Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro mit 1:0 gegen Titelverteidiger Brasilien durch. Damit erfüllte sich der derzeit vereinslose Messi einen langgehegten Traum und holte seinen ersten internationalen Titel mit der argentinischen Nationalmannschaft. Bislang hatte er lediglich die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2008 im Trikot der Albiceleste gewonnen.

In der 21. Minute hatte Ángel Di María von Paris Saint-Germain nach einem langen Pass aus der eigenen Hälfte den Ball über den brasilianischen Torwart Ederson gelupft und zum 1:0 für Argentinien getroffen. Nur wenige Tausend Zuschauer konnten das Endspiel im Maracanã live verfolgen. Die Stadtverwaltung von Rio de Janeiro hatte wegen der Corona-Pandemie nur begrenztes Publikum zugelassen.

Brasilien gegen Argentinien. Dieses Duell schrie förmlich nach Spitzenfussball. Denn die beiden Fussball-Nationen sind bekannt für ihre Ballkünste und seit jeher geprägt von namhaften Spielern wie Pelé oder Diego Maradonna. Für Brasiliens Stürmerstar Neymar war es ein Traumfinal. Der Spitzenstürmer der Seleção hatte bereits nach dem ersten Halbfinal verlauten lassen, dass er gegen Argentinien spielen möchte – mit dem Zusatz: «Im Endspiel wird der Sieger dann Brasilien sein.»

Insgesamt viermal standen sich Neymar und Messi mit ihren Nationalmannschaften bislang gegenüber. Die Bilanz? Ausgeglichen. Zweimal gewann Brasilien, zweimal Argentinien. Im Final der Copa América resultiert nun Argentinien als Sieger.

Gegenseitiger Respekt und die Chance der beste Torschütze zu werden

«Brasilien mit Neymar, das wird sehr schwierig sein», sagte Messi zuletzt. «Wir kennen sein Potenzial, wissen was er individuell leistet.» Doch auch aus dem anderen Lager wurde Respekt gegenüber dem sechsfachen Weltfussballer Messi gezollt: «Er ist ein Biest, ein grossartiger Spieler, der die Partie aus dem Gleichgewicht bringen kann», sagte Verteidiger Marquinhos im Vorfeld des Spiels und weiter: «Wir haben grossen Respekt vor ihm, aber jetzt lassen wir die Bewunderung beiseite. Es wird Krieg auf dem Spielfeld sein und der Bessere wird gewinnen.» – Gewonnen hat aber Argentinien.

Während der aktuell laufenden Copa América konnte er Messi bereits vier Treffer selbst erzielen und fünf Assists für sein Team liefern. PSG-Profi Neymar schnitt schon hierbei schlechter ab. Lediglich zweimal traf der Brasilianer und lieferte auch zwei Vorlagen weniger. Allerdings hat Neymar ein Spiel weniger absolviert als sein Konkurrent Messi.

Schaut man sich aber die Daten innerhalb der gesamten Nationalmannschaft-Karriere an, sieht das Ganze schon etwas anders aus. Zwar hat der Captain der Argentinier mit aktuell 76 Toren noch elf Tore Vorsprung auf seinen Kontrahenten, doch Neymar (68 Treffer) hat – im Gegensatz zu Messi mit 150 Spielen – bislang erst 109 Spiele für die Nationalmannschaft absolviert.

Messi gewinnt mit Argentinien lang ersehnten internationalen Titel

Doch eines steht fest: Lionel Messi, der in seiner bisherigen Karriere so ziemlich jeden Club-Titel feiern konnte, hat mit der Nationalmannschaft nun sein erstes wichtiges Turnier gewonnen. Die Copa América könnte der erste grosse Titel im Nationaldress für den 34-Jährigen werden – und dafür gibt der Ballkünstler alles, denn Messi scheiterte immer knapp. Zwar erreichte er mit der Albiceleste mehrmals den Copa-Final, ging jedoch nie als Sieger vom Platz. Auch beim WM-Final 2014 verpasste das Team um den flinken Dribbler den Titel. Lediglich 2008 siegten die Argentinier bei Olympia.

Eine Sache ist jedoch nach wie vor unklar: Wie geht es mit Messi und Barcelona weiter? Der Club steckt in finanziellen Nöten und Messis Vertrag ist bereits am 30. Juni ausgelaufen. Das heisst, sollte sich am Finanz-Debakel des Clubs nicht zügig etwas ändern, könnte das den Abgang Messis von Barcelona bedeuten. Barça-Präsident Javier Tebas äusserte sich zuletzt skeptisch über die Chancen eines neuen Vertrages.

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(dpa/skl)

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