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Nez rouge rüstet sich für die neue Promille-Grenze

Ab Neujahr gilt auf der Strasse der niedrigere Alkoholgrenzwert von 0,5 Promille. Nez rouge rechnet deshalb mit einer massiven Zunahme der Fahrten.

Zwar droht der Organisation durch den Entzug des Bundesbeitrags von 150 000 Franken das Aus – doch Nez rouge ist gefragt wie noch nie. Mit dem neuen Alkoholgrenzwert machen sich die freiwilligen Fahrer, welche fahruntüchtige Personen nach Hause bringen, auf einen zusätzlichen Ansturm gefasst. Kurt Röthlisberger, Aargauer Sektionspräsident und Stiftungsratsmitglied von Nez rouge spricht Klartext: «Wir erwarten für die diesjährige Silvesternacht rund 15 Prozent mehr Transporte als im vergangenen Jahr.»

Wie im Aargau werden auch in Zürich noch Freiwillige gesucht, die zwischen 3. Dezember und 1. Januar für den Heimfahrdienst eingesetzt werden können. Der Zürcher Sektionspräsident Harald Müller appelliert an die Vernunft: «Ich hoffe, dass die Leute mit dem neuen Promillegrenzwert ganz auf Alkohol verzichten, wenn sie mit dem Auto unterwegs sind.» Denn: Eine Schonfrist bei den Alkoholkontrollen wird es nicht geben. «Es ist unsere Pflicht, die neuen Richtlinien ab 1. Januar umzusetzen», so Hans Baltensperger, Chef der Zürcher Verkehrspolizei.

Sandra Hänni

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