Aktualisiert 20.06.2008 11:13

Herr und HundNicht alle Hunde fühlen sich pudelwohl

Rund ein Viertel aller Hundehalter verfolgt eigennützige Motive. Deshalb fühlen sich diese Vierbeiner nicht wohl. Die Tierchen in unserem Hunde-Halter-Memory gehören aber bestimmt nicht dazu!

Welcher Hund gehört zu welchem Halter? Lösen Sie unserMemory

Das geht aus einer Untersuchung an der Universität Bonn hervor. Zentrales Ergebnis: Wie Mensch und Hund miteinander klarkommen, hängt weniger vom Hund als von den Einstellungen und den Verhaltensweisen ihrer «Frauchen» und «Herrchen» ab.

Gut, aber nicht artgerecht

Insgesamt bescheinigte die Studienleiterin und Psychologin Silke Wechsung den Hundebesitzern gute «Haltungsnoten». «Wer aber seinen Hund zu sehr vermenschlicht und nicht auf seine Bedürfnisse eingeht, hält das Tier nicht artgerecht und kann keine gute partnerschaftliche Beziehung zu ihm aufbauen.»

Bei ihrer Studie über die Beziehung zwischen Mensch und Hund machte Wechsung drei Haupttypen von Hundehaltern aus. Der prestigeorientierte und «vermenschlichende» Hundehalter oder Typ 1 (22 Prozent der Halter) will mit dem Hund auch sein eigenes Selbstbewusstsein stärken und sein Ansehen verbessern.

«Wie es seinem Hund dabei geht, interessiert ihn nicht besonders, denn mit den arteigenen Bedürfnissen seines Hundes beschäftigt er sich wenig.»

Der zweite Typ (35 Prozent der Halter) sei stark auf den Hund fixiert und emotional gebunden. «Das Tier ist sein Ein und Alles, seine volle Aufmerksamkeit gilt dem Wohlbefinden des Hundes, allerdings ohne den Hund zu vermenschlichen.» Darum sei bei diesem Typ die Qualität der Mensch-Hund-Beziehung hoch.

Typ «kontaktfreudig»

Typ 3 (rund 43 Prozent der Halter) sei naturverbunden und sozial. «Er beschäftigt sich aktiv mit dem Tier, ist kontaktfreudig und freut sich, über den Hund neue Menschen kennenzulernen.» Zwischenmenschliche Beziehungen seien ihm aber noch wichtiger als der Vierbeiner.

Er verfüge über ein hohes Fachwissen zur Hundehaltung und achte auf eine gute Erziehung seines Hundes. Die Qualität der Mensch-Hund-Beziehung sei entsprechend hoch.

Bei ihrem Forschungsprojekt befragte Wechsung insgesamt 2789 Besitzer nach der Beziehung zu ihren Hunden. Ausserdem erfasste sie Charakteristika der Hunde und Angaben zum Halter sowie systematische Verhaltensbeobachtungen von Menschen und Hunden.

Und welcher Hund gehört zu welchem «Herrchen» oder «Frauchen» in unserem Memory?

(sda)

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