Aktualisiert 21.06.2011 17:33

Fleiss

Nicht immer zahlt er sich aus

Wer Karriere machen will, muss zwar überdurchschnittlichen Einsatz leisten, aber das alleine reicht nicht. Viel wichtiger sind konkrete Zielerreichung und Durchsetzungsvermögen.

von
Elisabeth Rizzi

Sie schuften wie ein Tier und reihen Überstunde an Überstunde. Doch am Schluss wird statt Ihnen der smarte und eloquente Kollege von nebenan befördert. Aber auch geschicktes Vermarkten der eigenen Person allein macht noch keinen Chef. «Manchmal hat man tatsächlich den Eindruck, dass vor allem diejenigen befördert werden, die sich besonders gut präsentieren können. Aber langfristig reicht das nicht aus», weiss HWZ-Per­sonalexperte Matthias Mölleney. Ein überdurchschnittliches Engagement sei für eine erfolgreiche Karriere unbedingt notwendig. Das allerdings heisst nicht, blind Präsenz zu markieren. «Guten Chefs fällt auf, ob jemand überfordert ist oder mit extremen An­wesenheitszeiten Eindruck schinden will», warnt der ehemalige Per­sonalchef der Swissair.

Wichtigere Kriterien für eine Beförderung seien konkrete Leistungen und das Erreichen von vereinbarten Zielen; etwa erfolgreich durchgeführte Projekte oder das Einhalten von Umsatz-, Qualitäts- und Kostenvorgaben.

Insbesondere ist laut Mölleney auch ein Verhalten erfor­derlich, das erwarten lässt, dass man auch mit einer Führungs­rolle gut zurechtkommt. Konkret: Durchsetzungskraft, gute Kommunikation und die Fähigkeit zu delegieren.

Was zu viel ist, ist zu viel

Niemand muss unbeschränkt Überstunden leisten und rund um die Uhr erreichbar sein: Das Schweizer Arbeitsgesetz definiert klare Grenzen für die höchstzulässige Arbeitszeit. Die wöchentliche Höchstarbeitszeit beträgt je nach Branche zwischen 45 und 50 Stunden. Zusätzliche Überzeit darf in der Regel 2 Stunden pro Tag und total zwischen 140 und 170 Stunden pro Jahr nicht überschreiten.

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