Aktualisiert 08.09.2011 12:05

18.20 Franken

Nicht mehr Lohn für Hausangestellte

Für Hausangestellte bleibt der Mindestlohn vorläufig bei gut 18 Franken pro Stunde. Der Bundesrat lehnt eine Motion ab, die 22 Franken forderte.

Die Mindestlöhne für Hausangestellte sollen frühestens 2014 erhöht werden. Der Bundesrat lehnt eine sofortige Anhebung des tiefsten Mindestlohnansatzes von derzeit 18.20 Franken auf 22 Franken ab, wie er in einer Antwort auf eine Motion von Silvia Schenker (SP/BS) schreibt.

Die im Normalarbeitsvertrag (NAV) für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Hauswirtschaft geltenden Ansätze schützen nach Ansicht des Bundesrats die Hausangestellten vor missbräuchlichen Lohnunterbietungen, ohne dass sie die Interessen anderer Dienstleistungsbranchen - in diesem Fall etwa das Reinigungsgewerbe - tangieren. Damit würden die Mindestlöhne ihren Zweck erfüllen, schreibt der Bundesrat als Begründung in seiner Motionsantwort.

NAV gegen Lohndumping

Der NAV Hauswirtschaft gelte bis Ende 2013. Werde der Vertrag verlängert, prüfe der Bundesrat auch eine Anpassung der Minimallöhne an die Teuerungs- und Lohnentwicklung. Der NAV war eingeführt worden, um die hiesigen Hausangestellten vor Lohndumping zu schützen, das durch die Erweiterung der Personenfreizügigkeit auf die neuen EU-Mitgliedstaaten droht.

Zurzeit beträgt der Mindestlohn für ungelernte Hausangestellte 18.20 Franken brutto pro Stunde und für Ungelernte mit 4 Berufsjahren in der Hauswirtschaft 20 Franken. Dieser Lohn gilt auch für Personen mit einem eidgenössischen Berufsattest. Für Inhaber eine eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses beträgt der minimale Stundenlohn 22 Franken. (sda)

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