Euro-Fighter: Nicht nur der FC Basel darf
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Euro-FighterNicht nur der FC Basel darf

In der Qualifikation zu einem europäischen Wettbewerb steht für die Klubs mehr als Ehre und Geld auf dem Spiel. Es geht immer auch um Punkte für die Schweiz.

von
ete

Am Mittwoch trifft GC im Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde zur Champions League auf Lille. Aber der Vizemeister ist nicht der einzige Vertreter, der im Juli und August die Schweiz auf der europäischen Bühne vertritt. Neben den Hoppers greifen noch YB und der FCZ in die Qualifikation zur Europa League ein. Meister Basel ist für die Gruppenphase der Champions League (ab September) gesetzt und der FC Luzern ist aus der EL-Quali nach der Niederlage gegen den schottischen Klub St. Johnstone schon wieder raus aus dem Geschäft.

Dabei spielen die Klubs um mehr als für die eigene Ehre (Punkte und Geld). Es geht auch immer um Punkte für die Uefa-5-Jahreswertung; ein Länderranking, auch Uefa-Koeffizient genannt. Und das bildet die Grundlage dafür, wie viele Startplätze eine Nation in der Champions League und in der Europa League bekommt und auch, welche Wege sie in diesen Ausscheidungen gehen müssen.

Dem FC Basel sei Dank

Der FCB spielt als einziger Schweizer Klub regelmässig in Europa mit. Im Bemessungszeitraum seit der Saison 2009/10 kommt Basel auf 75 Punkte. Das sind gut 56 Prozent der gesammelten Punkte aller Schweizer Klubs. Gefolgt von YB (24), dem FCZ (18), St. Gallen und Thun (jeweils 10) und GC (9). Zum Vergleich: GC schaffte es in der abgelaufenen Saison auf 3 Punkte, während der FCB mit dem Einzug in den EL-Viertelfinal 20 Zähler für die Schweiz sammelte.

Dank dem FCB steht die Schweiz im Länder-Ranking auf dem 13. Platz. Diese Rangierung wird aber wohl in Zukunft nicht mehr unbedingt für einen fixen Startplatz in der Gruppenphase der Champions League reichen. Denn die Uefa wird die Startliste zugunsten eines fixen Startplatzes für den Sieger der Europa League modifizieren. Nach der Anpassung müssen sich neu die Gewinner der Königsklasse 2015, wie auch der Sieger der Europa League über die nationale Meisterschaft qualifizieren, damit für den Schweizer Meister auch weiterhin ein direkter Startplatz in der Champions League frei wird.

Darum gilt für die Schweizer Euro-Fighter - nicht nur der FCB darf.

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