Nicht weit bis zur nächsten Beiz
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Nicht weit bis zur nächsten Beiz

In der Schweiz wurde die Erreichbarkeit von verschiedenen Geschäften untersucht. Auf dem Land müssen immer längere Wege in Kauf genommen werden, während in Städten das nächste Café durchschnittlich nur 430 Meter weit weg ist.

Auf dem Land müssen für Dienstleistungen zum Teil bis zu fünfmal längere Wege zurückgelegt werden als in städtischen Gebieten. Das hat eine Untersuchung des Bundesamts für Statistik über die Erreichbarkeit von Dienstleistungen zwischen 1998 und 2001 ergeben. Die Ergebnisse wurden am Montag vorgestellt.

So hat sich die durchschnittliche Distanz zu Lebensmittelgeschäften zwischen 1998 und 2001 um 8,3 Prozent verlängert. Diese Entwicklung ist vor allem auf Geschäftsaufgaben im ländlichen Raum zurückzuführen.

In einem bescheideneren Ausmass verschlechtert hat sich in derselben Zeitperiode die Erreichbarkeit von Poststellen (&1,7%) und Banken (&1,2%). Auch hier sind hauptsächlich Filialschliessungen auf dem Land die Ursache.

Kinos und Kinderkrippen hingegen sind in derselben Zeitperiode besser erreichbar geworden und im Schnitt 480 Meter (-6,8%) bzw. 690 Meter (-14%) näher gerückt. Die Erreichbarkeit der nächsten Kinderkrippe ist mit einer Distanzverkürzung von 19 Prozent besonders in Zentren besser geworden.

Nicht weit bis zur nächsten Beiz

Hervorragend ist die Erreichbarkeit von Restaurants und Cafés mit einer durchschnittlichen Entfernung von 430 Metern im Jahr 2001. Für 92 Prozent der Einwohner liegt die nächste Beiz nicht weiter als einen Kilometer entfernt.

Auch Kindergärten und Schulen liegen mit einer durchschnittlichen Entfernung von 550 Metern nicht so weit entfernt; für 88 Prozent der Bevölkerung ist die Entfernung kürzer als ein Kilometer.

Verhältnismässig gut zugänglich sind auch Arztpraxen (990m/73%). Sekundarschulen der Stufe II und Spitäler sind nur für knapp 30 Prozent respektive 15 Prozent der Einwohner in einer Entfernung von weniger als einem Kilometer erreichbar. (sda)

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