Nichts für Empfindliche: Bern sucht WC-Inspektor

Aktualisiert

Nichts für Empfindliche: Bern sucht WC-Inspektor

Eine dicke Haut, Durchsetzungsvermögen sowie ein sicheres und freundliches Auftreten – das gehört zum Anforderungsprofil für einen nicht ganz alltäglichen Job: WC-Inspektor für Bern.

Am öffentlichen stillen Örtchen sollen keine Wünsche offen bleiben und der Benutzer nicht im Dreck versinken: Deshalb sucht die Stadt Bern per Stelleninserat auf den 1. März 2005 einen neuen WC-Inspektor – der bisherige Amtsinhaber geht nämlich in Pension. «Der WC-Inspektor ist der Controller der öffentlichen Toiletten», sagt Jürg Jampen von den Stadtbauten Bern. Täglich muss der Inspektor die öffentlichen Klos der Stadt auf Sauberkeit und Mängel überprüfen.

Auf seinen Rundgängen werde der WC-Fachmann mit dem ganzen Spektrum der Gesellschaft in Kontakt kommen, umschreibt Jampen den ungewöhnlichen Job vielsagend: «Er oder sie muss schon eine dicke Haut haben.» Besonders wichtig für den WC-Inspektor sei deshalb auch Durchsetzungsvermögen und ein freundliches Auftreten.

Dem neuen WC-Inspektor bläst ein frischer Wind ins Gesicht: Die Stadt will nämlich das schlechte Image ihrer zum Teil erbärmlichen Toilettenanlagen aufpolieren. Ab 2005 werden die heute noch 58 öffentlichen WCs auf 32 Toiletten und acht Pissoirs reduziert.

Denise Schneitter

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