Fan ahmt Wanderung nach: Nichts gelernt aus «127 Stunden»
Aktualisiert

Fan ahmt Wanderung nachNichts gelernt aus «127 Stunden»

Inspiriert vom Film «127 Stunden» begab sich ein 64-jähriger Wanderer in denselben Canyon wie die Hauptfigur des Films. Auch er musste mehrere Tage um sein Überleben kämpfen.

von
lah

Die Geschichte vom abenteuerlichen Wochenendausflug, der für den 25-jährigen Kletterer Aron Ralston im Albtraum endete, löste ein riesiges Echo aus. 2003 stürzte er in eine Spalte, wobei ein Felsbrocken derart unglücklich auf seinem Arm landete, dass sich Ralston nicht mehr befreien konnte. Keine Menschenseele weit und breit, die Essens- und vor allem Wasservorräte aufgebraucht, sah er sich nach fünf Tagen schliesslich gezwungen, mit einem stumpfen Taschenmesser seinen Arm zu amputieren, um sich so vor dem sicheren Tod zu bewahren. Seine dramatische Geschichte wurde schliesslich verfilmt. James Franco spielte Aron Ralston in «127 Stunden».

Während den meisten Zuschauern vor allem der schmerzhafte Kampf ums Überleben in Erinnerung blieb, war der 64-jährige Wanderer Amos Wayne Richards von der beeindruckenden Canyon-Landschaft in Utah begeistert. So beschloss er am 8. September den selben Klettertrip wie Ralston durch den Little Blue John Canyon zu machen.

Nicht 127, sondern 96 Stunden

Nach einem drei Meter tiefen Sturz brach sich der 64-Jährige das Bein und musste vier Tage in der Wüste des US-Staats Utah ausharren. Nach seinem Unfall krabbelte Richards über das felsige Gelände in Richtung seines Autos. Mobilfunkempfang gab es nicht, zur Versorgung blieben dem Wanderer nur zwei Proteinriegel und Regenwasser. Richards wurde später von Rangern des Canonylands Nationalparks gefunden. Seine Geschichte erzählte Richards vergangene Woche dem US-Sender WBTV.

(lah/dapd)

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