ST. GALLEN: Nichts mit Wunschkonzert: Toxic verliert Hörer, FM1 top
Aktualisiert

ST. GALLENNichts mit Wunschkonzert: Toxic verliert Hörer, FM1 top

Ungleiche Entwicklung bei den Ostschweizer Radios: FM1 floriert, Toxic.fm darbt. «Nur keine Panik», heisst es aber lediglich bei Toxic.fm.

von
Urs-Peter Zwingli

Seit dem 7. Mai 2008 sendet FM1 in der Ostschweiz. Jetzt liegen Zahlen vor, über die Geschäftsführer André Moesch sehr glücklich ist: Im zweiten Halbjahr 2008 hörten laut dem Forschungsinstitut Publica Data AG täglich 164  100 Personen FM1. Moesch: «Die Zahlen zeigen, dass wir den rechten Weg eingeschlagen haben.»

Ganz und gar nicht rosig sieht es dagegen beim St. Galler Jugendsender Toxic.fm aus. Seit zwei Jahren gehen die Hörerzahlen massiv zurück: von 34  700 im Halbjahr 2007 auf 20  500 im zweiten Halbjahr 2008. Toxic.fm-Programmleiter Andy Stadelmann erklärt sich den Rückgang damit, dass «Toxic.fm in erster Linie von Auszubildenden gemacht wird». Darum könne man nicht dieselbe Qualität bieten wie kommerzielle Radios.

Zudem sei durch die Sendepause im Mai 2008 viel Vertrauen beim Publikum verlorengegangen. Damals wurde fast die komplette Toxic.fm-Belegschaft ausgewechselt – «das neue Team musste sich zuerst einspielen», so Stadelmann. Seither werde das Programm wieder ausgebaut. Handlungsbedarf sieht er deshalb keinen. Ob das moderierte Morgen-Programm wieder eingeführt wird, konnte Stadelmann nicht sagen.

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