Aktualisiert 30.01.2020 08:01

Roger FedererNichts spricht für Federer, Chancen hat er trotzdem

Aufgrund des bisherigen Drehbuchs am Australian Open steigt Roger Federer für einmal als krasser Aussenseiter in den Halbfinal.

von
Marco Keller
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Alle Duelle zwischen Federer und Djokovic2019, ATP-Finals, Round RobinRoger Federer - Novak Djokovic 6:4, 6:3Head-to-Head: 23:26

Alle Duelle zwischen Federer und Djokovic2019, ATP-Finals, Round RobinRoger Federer - Novak Djokovic 6:4, 6:3Head-to-Head: 23:26

AP/Alberto Pezzali
2019, Wimbledon, FinalRoger Federer - Novak Djokovic 6:7, 6:1, 6:7, 6:4, 12:13Head-to-Head: 22:26

2019, Wimbledon, FinalRoger Federer - Novak Djokovic 6:7, 6:1, 6:7, 6:4, 12:13Head-to-Head: 22:26

epa/Andy Rain
2018, Paris, HalbfinalRoger Federer - Novak Djokovic 6:7, 7:5, 6:7Head-to-Head: 22:25

2018, Paris, HalbfinalRoger Federer - Novak Djokovic 6:7, 7:5, 6:7Head-to-Head: 22:25

epa/Christophe Petit Tesson

Dass Roger Federer und Novak Djokovic heute aufeinandertreffen, ist keine Überraschung, sie sind die Könige der Major-Halbfinals mit 46 respektive 37 Teilnahmen. Selten aber verliefen die Wege so unterschiedlich, dementsprechend vorgefasst sind die Meinungen.

20 Minuten sagt, was im 50. Duell trotzdem für Federer spricht, falls er nicht durch Leistenprobleme, die in seinem Viertelfinal gegen Tennys Sandgren auf­traten, behindert wird.

Der Krisenmodus

Während Djokovic im Auto­piloten durch die fünf Runden kam, durchlebten Federer und seine Anhänger in den beiden Fünfsätzern gegen John Millman und Sandgren die gesamte Bandbreite der Emotionen. Falls es erneut zu einem ausgeglichenen Spiel kommt, ist Federer schon im Krisenmodus, Djokovic noch nicht.

Die Erwartungen

Federer selber sagte, dass er schon in der Schweiz am Skifahren sein sollte. «Jetzt bin ich aber noch da und will auch das Maximum herausholen.» Kein Spieler konnte sich in den letzten Jahrzehnten so massiv von einem Tag auf den anderen steigern wie er. Das perfekte Beispiel: Melbourne 2017, als er sich durch Runde 1 und 2 kämpfte, dann gegen Tomas Berdych eine Gala zeigte und später den Titel gewann. Zum Trainerteam von Berdych gehörte damals Goran Ivanisevic, der heute in der Box von Djokovic sitzt.

Die Variationsmöglichkeiten

Federer muss mit seinem grösseren Schlagrepertoire versuchen, Djokovic mit enormer Variation zum Nachdenken und in unangenehme Situationen zu bringen. Wenn ihm das gelingt, beginnt auch bei der Weltnummer 2 das Selbstvertrauen zu bröckeln.

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