Johnny Depp am ZFF: «Nichts tun und trotzdem berühmt sein – das wäre das Schlimmste für mich»
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Johnny Depp am ZFF«Nichts tun und trotzdem berühmt sein – das wäre das Schlimmste für mich»

Am Freitagnachmittag lud das Zurich Film Festival zum Gespräch mit Johnny Depp. Der Hollywoodstar über seinen neuen Film «Crock of Gold», seine Inspiration und seine Zukunftspläne.

von
Angela Hess
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Am Freitag stellte Johnny Depp (57) am Zurich Film Festival seinen neuen Film «Crock of Gold» vor.

Am Freitag stellte Johnny Depp (57) am Zurich Film Festival seinen neuen Film «Crock of Gold» vor.

Thomas Niedermüller/Getty Images for Zurich Film Festival
Am Nachmittag lud das ZFF zu einer Masterclass und einer Medienkonferenz. Beide Gespräche wurden von Max Loong (40) moderiert.

Am Nachmittag lud das ZFF zu einer Masterclass und einer Medienkonferenz. Beide Gespräche wurden von Max Loong (40) moderiert.

Zurich Film Festival
Bei seiner Ankunft im Zürcher Sihilcity, wo die Masterclass stattfand, nahm sich Depp ausgiebig Zeit für seine Fans.

Bei seiner Ankunft im Zürcher Sihilcity, wo die Masterclass stattfand, nahm sich Depp ausgiebig Zeit für seine Fans.

Muriel Hilti

Darum gehts

  • Am Freitag war Johnny Depp zu Gast am Zurich Film Festival.
  • Er stellte seinen neuen Film «Crock of Gold» vor.
  • Während einer Medienkonferenz stellte sich Depp den Fragen der Presse.
  • Der Schauspieler nahm sich am Nachmittag zudem ausgiebig Zeit für seine Fans.

Im Rahmen des Zurich Film Festival stellte Hollywoodschauspieler Johnny Depp (57) am Freitag seinen neuen Film «Crock of Gold: A Few Rounds with Shane MacGowan» vor. Die Dokumentation markiert einen aussergewöhnlichen Punkt in Depps Karriere: Für einmal schlüpft der Darsteller nicht in eine Rolle, sondern steht als sich selbst vor der Kamera. Dies tut er an der Seite des irischen Musikers Shane MacGowan (62), dessen Lebensgeschichte im Film erzählt wird.

Bevor es für Depp, Stephen Deuters und Victoria May Clarke, die alle drei als Produzenten von «Crock of Gold» fungieren, am frühen Abend auf den grünen Teppich ging, lud das ZFF am Nachmittag zum Gespräch mit dem Trio ein. Depp stellte sich locker und gut gelaunt den Fragen des Moderators Max Loong (40) und der Presse und gab das eine oder andere Detail aus seinem Leben als Schauspieler und Musiker preis.

Musik als Inspiration für Schauspielerei

Ausführlich sprach Depp darüber, wie es für ihn war, einen Dokumentarfilm mit seinem langjährigen Freund Shane MacGowan zu drehen. «Manchmal haben wir einfach die Kamera eingeschaltet und den Gesprächen ihren Lauf gelassen», so Depp nachdenklich. Er habe schon von Beginn an gewusst, dass man dem ehemaligen Sänger der Band The Pogues den Lead überlassen müsse und die zahlreichen Konversationen im Film organisch entstehen müssten.

Immer wieder wird während der Medienkonferenz klar: MacGowan und Depp verbindet insbesondere die grosse Leidenschaft für die Musik. «Die Musik hat mich in meiner Arbeit als Schauspieler schon immer sehr inspiriert», erklärt Depp. Musik sei für ihn der schnellste Weg zu den Emotionen eines Menschen. «Die Lyrics spielen eine grosse Rolle.» Und lachend gibt der Hollywoodstar nach kurzem Überlegen zu: «Beim Musikmachen werde ich hingegen nie von meiner Schauspielerei inspiriert.»

«Ich bin mit viel davongekommen»

Doch was ist es, das Johnny Depp in seiner Arbeit als Schauspieler auch nach vielen Jahren noch immer weitermachen lässt? «Ich bin einfach noch nicht fertig!» Er habe noch so viele andere Gesichter in sich, welche die Welt noch nicht gesehen habe. Und sinniert: «Im Laufe meiner Karriere bin ich mit so viel davongekommen – ich habe echt viel Komisches angestellt. Aber ich habe keine Erwartungen an mein Leben, denn am Ende zählt vor allem der Weg zum Ziel.»

Er wähle seine Projekte sehr überlegt aus und frage sich stets, was ihn auf kreativer Ebene anspreche. Stillstand, so scheint es, ist nicht nach Depps Geschmack. «Nichts tun und trotzdem berühmt sein – das wäre das Schlimmste für mich», so der Schauspieler. Er versuche, in seiner Spur zu bleiben, und sei nicht am Konkurrenzdenken Hollywoods interessiert. «Meine Spur geht einfach immer geradeaus, sie ist kein Rennen.»

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