SRF in der Kritik: Nichtschwimmer muss nachts in die Maggia
Aktualisiert

SRF in der KritikNichtschwimmer muss nachts in die Maggia

In der TV-Show «Das Experiment» ging Nichtschwimmer Raphael ins Wasser – mit beinahe fatalen Folgen. Das SRF schiebt die Verantwortung auf den Kandidaten.

von
Isabelle Riederer

Die Schweizer Survival-Show «Das Experiment» ist kein Kindergeburtstag, doch dass es so gefährlich wurde, hätte Kandidat Raphael nicht gedacht. In der vierten Folge vom Dienstag, 28. Mai, müssen die verbleibenden Kandidaten mitten in der Nacht den zuweilen gefährlichen Fluss Maggia durchqueren. Für den 48-jährigen Raphael ein Albtraum. Er kann nicht schwimmen. Schon mehrmals kam es in der Maggia zu tödlichen Unfällen. Vor wenigen Wochen ertrank ein 24-jähriger Mann in den Fluten.

«Ich habe dem Fernsehen gesagt, dass ich ein schlechter Schwimmer bin»

Dennoch steigt Raphael mit Sack und Pack in das knapp drei Grad kalte Wasser. Nach wenigen Minuten passiert es: Raphael kriegt Panik und droht zu ertrinken. Ein Überlebensexperte fischt ihn gerade noch aus dem Wasser. «Ich habe plötzlich den Boden unter den Füssen verloren und Angst bekommen», sagt Raphael. «Ich habe dem Schweizer Fernsehen gesagt, dass ich ein schlechter Schwimmer bin.»

Doch warum brachte das SRF Raphael trotzdem in Gefahr? «Die Herausforderung dieser Prüfung war nicht wirklich das Schwimmen, sondern bestand darin, sich zu überwinden, bei Dunkelheit in das kalte Nass zu steigen», sagt das SRF auf Anfrage von 20 Minuten. Die Verantwortung für die Teilnahme liegt laut den Machern allein beim Kandidaten.

«Das Experiment - Wo ist dein Limit?» läuft am Dienstag, 28. Mai um 19 Uhr auf SRF zwei.

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