Aktualisiert 06.08.2011 13:08

Triathlon

Nicola Spirig erfüllt «halbe Olympia-Norm»

Nicola Spirig erreichte im Triathlon-WM-Serie-Rennen in London auf der Olympia-Strecke von 2012 den 8. Rang. Weniger gut lief es für die restlichen Schweizerinnen.

Nicola Spirig (rechts) am Triathlon in London.

Nicola Spirig (rechts) am Triathlon in London.

Triathlon-WM-Serie-Rennen in London auf der Olympia-Strecke von 2012 den 8. Rang. Melanie Annaheim musste sich mit Rang 31 begnügen, Daniela Ryf gab in der letzten Disziplin auf.

Siegerin im Olympia-Testwettkampf über 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen wurde die Britin Helen Jenkins. Gwen Jorgensen aus den USA sowie Anja Dittmer (De) erreichten die weiteren Podestplätze. Diese Top 3 sicherten ihrem Land gleichzeitig einen direkten Quotenplatz für Olympia 2012. Maximal drei Athleten pro Geschlecht und Land sind am olympischen Triathlon 2012 startberechtigt.

Olympia-Ticket in Griffnähe

Nicola Spirig erfüllte mit Platz 8 bereits die halbe Norm für eine Qualifikation für die Olympischen Spiele in London. Mit einem Top-15-Resultat im Rahmen der WM-Serie von 2012 wird die letztjährige WM-Zweite und zweifache Einzel-Europameisterin ihr Olympia-Ticket definitiv einlösen können. Diese Anforderung ist in Anbetracht von Spirigs Leistungsausweis zwar reine Formsache. Doch die 29-jährige Zürcher Unterländerin muss dafür auch gesund bleiben. In diesem Jahr hatte Spirig wegen eines Ermüdungsbruchs im Schienbein die Wettkampf-Saison erst Anfang Juli aufnehmen können.

Spirig geriet im Serpentine Lake im Hyde Park in der Auftaktdisziplin bei der ersten Boje in ein Gerangel und verpasste schliesslich die erste Radgruppe. Weil diese Gruppe jedoch kein hohes Tempo anschlug, konnte die zweite Gruppe mit Spirig und Annaheim schnell aufschliessen. «Das Laufen ist mir für sehr gut gelungen», bilanzierte Spirig, die in den vergangenen Monaten aufgrund ihrer Verletzung die dritte Disziplin mehrheitlich bestenfalls nur mit Aquajogging absolvieren konnte. Spirig: «Ich konnte mich gegenüber dem letzten WM-Rennen von Mitte Juli in Hamburg (Rang 12 - Red.) noch einmal steigern.»

Durchzogene Bilanz der restlichen Schweizerinnen

Melanie Annaheim wechselte in London als dritte Athletin auf die Laufstrecke, wurde danach aber durchgereicht. Die frühere U23-Weltmeisterin Daniela Ryf, die seit ihrem letztjährigen Triumph im WM-Serie-Wettkampf in Seoul gesundheitliche Probleme bekundet (Magen/Darm) und im Training seither keine Reize mehr am Limit setzen kann, gab das Rennen auf der zweiten Laufrunde auf. Dennoch zog sie ein positives Fazit: «Es lief sogar besser, als ich mir das vorgestellt hatte. Ich habe das Optimum an diesem Tag herausgeholt.»

London. Triathlon-WM-Serie-Rennen über die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen/40 km Radfahren/10 km Laufen). Frauen:

1. Helen Jenkins (Gb) 2:00:34.

2. Gwen Jorgensen (USA) 0:07 zurück.

3. Anja Dittmer (De) 0:15.

Ferner:

8. Nicola Spirig 0:30.

31. Melanie Annaheim 2:01.

(si)

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