Staatsrechnung NW: Nidwalden auf solidem finanziellen Fundament
Aktualisiert

Staatsrechnung NWNidwalden auf solidem finanziellen Fundament

Der Nidwaldner Landrat blickt mit verhaltenem Optimismus in die finanzielle Zukunft. Die Staatsfinanzen seien solide genug, um konjunkturell schwierige Jahre zu bestehen, hiess es bei der Behandlung der Staatsrechnung 2008.

Mit dieser zeigten sich alle Fraktionen zufrieden. Sie schliesst bei einem Aufwand von 321,9 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 7,1 Mio. Franken. Budgetiert war eine ausgeglichene Rechnung.

Finanzdirektor Hugo Kayser zeigte sich im Rat auch für 2009 zuversichtlich. Dieses dürfte im Budget liegen oder sogar besser abschliessen, erklärte er. 2010 werde aber ein wirtschaftlich schwieriges Jahr werden.

Sparsam bleiben

Kayser erteilte allfälligen Begehrlichkeiten eine Absage. Nidwalden habe eine gute finanzielle Basis und verfüge über Eigenkapital von 109 Mio. Franken. Eine gute Ausgangslange sei schnell verspielt, warnte er.

Vor allem bürgerliche Sprecher teilten Kaysers Ausführungen. Bruno Duss (FDP) wies darauf hin, dass bis 2020 gewaltige Investitionen anstünden. Conrad Wagner (Grüne) forderte, dass diese budgetierten Investitionen aber auch ausgeführt werden.

Klar war für die bürgerliche Mehrheit, dass der Kanton an der geplanten Steuerreform 2011 trotz Wirtschaftskrise festhalten solle. Res Schmid (SVP) sagte, der Kanton sei dank Rückstellungen gerüstet, die zu erwartenden Steuerausfälle zu verkraften.

Der Landrat bestätigte gegen die Stimmen der Grünen ausdrücklich, dass in der Rechnung 2008 für das Steuerprojekt 2011 Rückstellungen von 17 Mio. Franken gemacht werden. In der Schlussabstimmung passierte die Staatsrechnung ohne Gegenstimme. (sda)

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