15.10.2020 07:23

Nach dem AusgangIn Nidwalden und Uri müssen 700 Personen in Quarantäne

Eine infizierte Person ist im Kanton Nidwalden in den Ausgang, in Uri waren zwei Infizierte in Lokalen unterwegs. Jetzt müssen Hunderte in Quarantäne.

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gwa/nwe/sda
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Eine infizierte Person hat am Freitag- und Samstagabend zwei Ausgehlokale im Kanton Nidwalden besucht. 

Eine infizierte Person hat am Freitag- und Samstagabend zwei Ausgehlokale im Kanton Nidwalden besucht.

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Nun müssen zahlreiche andere Gäste in Quarantäne. 

Nun müssen zahlreiche andere Gäste in Quarantäne.

Beide Lokale verfügten zwar über gültige Schutzkonzepte, eine Maskenpflicht oder getrennte Sektoren waren darin aber nicht enthalten.

Beide Lokale verfügten zwar über gültige Schutzkonzepte, eine Maskenpflicht oder getrennte Sektoren waren darin aber nicht enthalten.

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Darum gehts

  • Im Kanton Nidwalden müssen 400 Personen in Quarantäne.

  • Sie hatten am Wochenende Kontakt zu einer infizierten Person.

  • Beide betroffenen Lokale verfügten zwar über gültige Schutzkonzepte, eine Maskenpflicht oder getrennte Sektoren waren darin aber nicht enthalten.

  • Auch im Kanton Uri, waren am Freitag und Samstag zwei infizierte Personen in zwei Ausgangslokalen anzutreffen.

  • Im Kanton Uri wurden 300 Personen in Quarantäne geschickt.

400 Personen müssen im Kanton Nidwalden in Quarantäne. Sie sind am Freitag- und Samstagabend in zwei Ausgehlokalen mutmasslich mit einer Person zusammengetroffen, bei der sich nachträglich eine Covid-19-Erkrankung herausgestellt hatte.

Dabei handelt es sich um eine jüngere Person, welche eine Diskothek in Wolfenschiessen und ein Jugendlokal in Stans besucht hatte, wie die Nidwaldner Gesundheits- und Sozialdirektion am Donnerstag mitteilte. Die Kontakte konnten aufgrund der Gästelisten ermittelt werden.

«Zwar verfügen beide Lokale über ein gültiges Schutzkonzept, eine Maskenpflicht oder getrennte Sektoren sind darin aber nicht enthalten», heisst es in der Mitteilung des Kantons. Da sich die Gäste mischten, war eine Eingrenzung der Kontakte nicht möglich. Deshalb ordnete der Kantonsarzt für alle Gäste und das Personal der Lokale die zehntägige Quarantäne an.

Die Betroffenen wurden per SMS informiert. «Allerdings sind nicht bei allen die Angaben vollständig und gut lesbar gewesen, namentlich bei den von Hand ausgefüllten Zetteln», heisst es weiter. So erhielten nicht alle die Benachrichtigung.

Das Gesundheitsamt appelliert darum an alle nicht informierten Gäste, die am Freitagabend im «Happy Day» in Wolfenschiessen und am Samstagabend im «Senkel» in Stans verkehrten, zu Hause zu bleiben und sich baldmöglichst beim Kanton zu melden.

300 Personen in Uri in Quarantäne

Auch im Kanton Uri müssen zahlreiche Personen in Quarantäne: Wie der Kanton auf seiner Webseite mitteilt, «hielten sich zwei mit dem Coronavirus infizierte Personen am Freitag und Samstag in zwei Nachtlokalen in Altdorf auf.» Am 13. Oktober wurden sie beiden Personen positiv getestet. Nun müssen rund 300 Personen aufgrund der Ansteckungsgefahr in Quarantäne.

«Leider wurde die Arbeit des Contact Tracing erschwert, weil die Kontaktangaben nicht immer vollständig, korrekt und lesbar angegeben wurden», heisst es auch in der Mitteilung des Kantons Uri. Trotzdem habe man mit einem Grossteil der Lokalbesucher Kontakt aufnehmen können.

Die beiden Kantone appellieren an die Bevölkerung: «Die ganze Urner Bevölkerung ist nun aufgerufen, ihre Eigenverantwortung zum Schutz der Urner Wirtschaft, der Risikopersonen und der Institutionen des Gesundheitswesens wahrzunehmen», schreiben die Urner Behörden. Abstand- und Hygieneregeln müssen eingehalten werden. Kann der Abstand nicht eingehalten werden, soll man eine Schutzmaske tragen. «Von grösseren privaten oder öffentlichen Feiern und Anlässen wird in der aktuellen Situation abgeraten», raten zudem die Nidwaldner Behörden.

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