Aktualisiert 21.09.2015 06:24

Tipps zur Abwehr am HandyNie mehr Telefonterror von nervigen Call-Centern

Werbeanrufe sind mehr als lästig, lassen sich aber verhindern. Mit diesen Tipps machen Sie den Call-Centern einen Strich durch die Rechnung.

von
Julia Panknin
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Manch einer hätte wohl schon gerne mal ins Handy geschrien, um dem Telefonterror von Call-Centern ein Ende zu setzen. Mit den 20-Minuten-Tipps gegen unerwünschte Anrufe schonen Sie Stimme und Nerven.

Manch einer hätte wohl schon gerne mal ins Handy geschrien, um dem Telefonterror von Call-Centern ein Ende zu setzen. Mit den 20-Minuten-Tipps gegen unerwünschte Anrufe schonen Sie Stimme und Nerven.

Auf dem iPhone lassen sich unerwünschte Nummern direkt blockieren. Dazu kann man in der Anrufliste auf das «i» neben der Nummer drücken, ganz nach unten scrollen und «Anrufer sperren» wählen. Es werden sowohl Anrufe, Nachrichten als auch FaceTime-Anrufe dieser Nummer blockiert.

Auf dem iPhone lassen sich unerwünschte Nummern direkt blockieren. Dazu kann man in der Anrufliste auf das «i» neben der Nummer drücken, ganz nach unten scrollen und «Anrufer sperren» wählen. Es werden sowohl Anrufe, Nachrichten als auch FaceTime-Anrufe dieser Nummer blockiert.

Die gleiche Funktion übernehmen bei Android-Telefonen Apps wie Calls Blacklist. Hier können Nummern auf eine schwarze Liste gesetzt und damit blockiert werden.

Die gleiche Funktion übernehmen bei Android-Telefonen Apps wie Calls Blacklist. Hier können Nummern auf eine schwarze Liste gesetzt und damit blockiert werden.

Das Handy klingelt, und obwohl Sie die Nummer nicht kennen, nehmen Sie ab. Es könnte ja wichtig sein. Doch da ist sie wieder: Die nervtötende Stimme eines Call-Center-Agenten, der Ihnen eine Versicherung, ein Lotterie-Los oder ein neues Handy-Abo andrehen will. Und Sie denken sich nur: Hört das denn nie auf?

Doch. Sie brauchen nur die richtigen Handgriffe oder Apps – und schon schicken Sie die Anrufe ins Nirvana. Oder besser gesagt: in das endlose Getute einer besetzten Leitung.

Blockieren Sie lästige Nummern

Auf dem iPhone lassen sich unerwünschte Nummern blockieren, ohne dass man eine Anwendung herunterladen muss. Dazu kann man direkt in der Anrufliste auf das «i» neben der Nummer drücken, ganz nach unten scrollen und «Anrufer sperren» wählen. Es werden sowohl Anrufe, Nachrichten als auch Facetime-Anrufe dieser Nummer blockiert.

Entgangene Anrufe und SMS werden nicht zwischengespeichert und verschwinden dementsprechend für immer in den ewigen Jagdgründen – selbst wenn man den Kontakt wieder entsperren sollte. Die gleiche Funktion übernehmen bei Android-Telefonen Apps wie Calls Blacklist. Hier können Nummern auf eine schwarze Liste gesetzt und damit blockiert werden.

Apps erkennen Call-Center und zeigen sie als solche an

Noch ein wenig raffinierter sind Apps wie Truecaller (für Android, iOs, Windows und BlackBerry) oder jene von Search.ch (für Android, iOS und BlackBerry). Wenn eingehende Anrufe von Nummern kommen, die nicht in den Kontakten gespeichert sind, recherchieren die Anwendungen den jeweiligen Besitzer der Nummer und zeigen den Anruf direkt mit dessen Namen an.

Bei Search.ch werden Anrufe von als Call-Center identifizierten Nummern von vornherein auf stumm gestellt. Update 21.9. Dieses Feature ist nur in der Android-Version verfügbar. Sie nehmen sie also nur als verpassten Anruf in der Anrufliste wahr. Wer über kein unlimitiertes Datenabo verfügt, sollte allerdings im Hinterkopf behalten, dass solche Dienste eingehende Nummern übers Netz abgleichen.

Wie kommen die überhaupt an meine Nummer?

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Telefon-Vertreter an ihre Handynummer kommen können. Ausländische Call-Center lassen Computer oft per Zufallsprinzip Nummern wählen, bis jemand antwortet. Andere kaufen Nummern von Unternehmen wie zum Beispiel Schober. Diese wiederum erwerben Kundendaten aus Gewinnspielen und dergleichen, bei denen der Konsument freiwillig seine Adresse und Telefonnummer angegeben hat. Überlegen Sie es sich bei der nächsten verlockenden Verlosung also lieber zweimal, ob Sie ihre Daten auch wirklich preisgeben wollen.

Wahre Datensauger können aber auch installierte Apps sein. Die Daten liegen auf den Servern des Anbieters, können gehackt oder verkauft werden. Gerade bei Gratis-Angeboten könnten dubiose Entwickler mit ihnen jede Menge Geld verdienen. Selbst bei Applikationen, die nicht verdächtig scheinen, kann Kontrolle nicht schaden. Dies geht am einfachsten mit Apps wie MyPermission (für Android und iOS), die Alarm schlagen, sobald Apps auf Privatdaten zugreifen.

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