Niederländische Soldaten von Vorwurf der Folter im Irak entlastet
Aktualisiert

Niederländische Soldaten von Vorwurf der Folter im Irak entlastet

Zwei Untersuchungskommissionen haben niederländische Soldaten vom Vorwurf der Folter irakischer Gefangener freigesprochen.

In den beiden Berichten, die am Montag veröffentlicht wurden, hiess es, die Soldaten hätten möglicherweise mit ihren Verhörmethoden gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstossen. Folter habe man aber nicht nachweisen können.

«Der gute Ruf der niederländischen Streitkräfte zu Hause und im Ausland wurde aufrechterhalten», sagte Verteidigungsminister Eimert von Middelkoop. Der Exabgeordnete Koos Van den Berg, der eine der Untersuchungskommissionen leitete, erklärte, es habe keine Folter gegeben. Die Kommission übe aber Kritik an den Verhörmethoden. In mindestens einem Fall sei Druck auf einen Gefangenen ausgeübt worden und das widerspreche den internationalen Menschenrechten. Die Soldaten hinderten die Häftlinge dem Bericht zufolge mit lauter Musik und kaltem Wasser am Schlafen. Die Regierung wurden kritisiert, weil sie die Soldaten vor ihrem Einsatz im Irak nicht ausreichend ausgebildet habe.

Die niederländischen Soldaten verhörten Ende 2003 insgesamt acht Häftlinge. Einer von ihnen, ein Saudi-Araber, beschwerte sich später über Misshandlungen. (dapd)

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