Kolumbien: Niederländische Touristin bei Angriff auf Drogenhändler getötet

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KolumbienNiederländische Touristin bei Angriff auf Drogenhändler getötet

Bei einem bewaffneten Angriff in einem Restaurant im kolumbianischen Leticia, der Hauptstadt des Departements Amazonas, wurde eine Frau getötet, weil sie neben einem Drogenhändler sass. Zwei weitere Menschen wurden verletzt. 

Die Stadt Leticia liegt an der kolumbianisch-brasilianischen Grenze. (Archivbild) 

Die Stadt Leticia liegt an der kolumbianisch-brasilianischen Grenze. (Archivbild) 

IMAGO/robertharding

Darum gehts

  • In Leticia, im kolumbianischen Amazonasgebiet, wurde eine niederländische Touristin beim Angriff auf einen Drogenhändler getötet. 

  • Sie soll in der Nähe von Celso Caldas gegessen haben, als dieser angegriffen wurde. 

  • An der 1600 Kilometer langen Grenze zwischen Kolumbien und Brasilien sind zahlreiche Drogenbanden aktiv. 

Bei einem tödlichen Angriff auf einen Drogenhändler in Kolumbien ist auch eine niederländische Touristin ums Leben gekommen. Kolumbianische Medien schreiben zudem, dass dabei auch ein brasilianischer Tourist getötet wurde.

Die Frau habe in einem Restaurant in der Stadt Leticia in der Nähe des brasilianischen Drogenhändlers Celso Caldas de Lima gesessen, als dieser von zwei Männern erschossen worden sei, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Bei dem Vorfall sei die Niederländerin durch Schüsse verletzt worden und später im Krankenhaus gestorben.

Caldas de Lima wurde wegen Drogenhandels, Mordes und Erpressung gesucht

Den Angaben zufolge wurden bei dem Vorfall auch zwei Brasilianer verletzt, die zusammen mit Caldas de Lima am Tisch sassen. Caldas de Lima war vor fünf Jahren im Zuge einer Anti-Drogen-Razzia festgenommen worden. Ihm wurde vorgeworfen, Kontakte zwischen dem grössten kolumbianischen Drogenkartell, dem Clan del Golfo, und dem brasilianischen Kartell La Familia do Norte hergestellt zu haben.

Von Interpol wurde Caldas de Lima wegen Drogenhandels, Mordes und Erpressung gesucht. Die kolumbianische Polizei machte keine Angaben dazu, warum Caldas de Lima wieder auf freiem Fuss war. An der 1600 Kilometer langen Grenze zwischen Kolumbien und Brasilien sind zahlreiche Drogenbanden aktiv.  

(AFP/sys)

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