US-Abstimmungen: Niederlage für Abtreibungsgegner - Sieg für Marihuana-Freunde
Aktualisiert

US-AbstimmungenNiederlage für Abtreibungsgegner - Sieg für Marihuana-Freunde

Während Abtreibungsgegner bei Abstimmungen in den US-Staaten North Dakota und Carolina Niederlagen erlitten, freuten sich Marihuana-Freunde in Michigan und Massachusetts über Siege an der Urne.

Im US-Bundesstaat South Dakota wird es kein Abtreibungsverbot geben. Dies ergaben erste Hochrechnungen einer Volksabstimmung am Dienstag.

Die Mehrheit der Wähler sprach sich gegen eine Neuregelung aus, die den Schwangerschaftsabbruch nur im Fall von Vergewaltigung, Inzest und bei akuter Lebensgefahr der Mutter zugelassen hätte.

In Colorado scheiterte ein noch weitgehender Entwurf, der das Lebensrecht mit dem Moment der Befruchtung definiert hätte. Befruchtete menschliche Eier sollten demnach als «Person» betrachtet werden.

Die Annahme dieses Referendums hätte jeden Schwangerschaftsabbruch gesetzeswidrig gemacht. Gegner des mit einer klaren Mehrheit von rund 75 Prozent der Stimmen abgelehnten Entwurfs befürchteten als Folge auch ein Verbot bestimmter Methoden der Empfängnisverhütung.

Sieg für Marihuana-Anhänger

Die Wähler in den US-Bundesstaaten Michigan und Massachusetts sprachen sich am Dienstag für eine Lockerung strikter Drogengesetze aus. Nach ersten Hochrechnungen stimmte die Mehrzahl der Wähler in Massachusetts bei einer Volksabstimmung für die Abschaffung harter Strafen für den Besitz geringer Mengen Marihuana.

Statt einer strafrechtlichen Verfolgung erwachsener Bürger, die bis zu 28 Gramm der Droge besitzen, soll es künftig nur noch Bussgelder geben.

In Michigan wurde die Verwendung von Marihuana für medizinische Zwecke gebilligt. Michigan ist damit der 13. US-Staat, in dem Patienten mit ärztlicher Genehmigung unter bestimmten Bedingungen Zugang zu der Droge haben.

(sda)

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