Aktualisiert 03.03.2015 11:54

St. Margrethen«Niedriger IQ» – SVPler entschuldigt sich

Letzte Woche behauptete der Präsident der SVP St. Margrethen, Flüchtlinge aus Syrien und Eritrea hätten grundsätzlich wenig Intelligenz. Nun hat er sich entschuldigt.

von
jeh
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In seinem Eintrag schiesst er scharf gegen Einwanderer.

In seinem Eintrag schiesst er scharf gegen Einwanderer.

Screenshot Blog
Der SVP-Parteipräsident von St. Margrethen, Marcel Toeltl, erzürnte mit einem Blog-Eintrag die Internetgemeinde.

Der SVP-Parteipräsident von St. Margrethen, Marcel Toeltl, erzürnte mit einem Blog-Eintrag die Internetgemeinde.

Screenshot Parteiseite Marcel Toeltl
«Gerade Flüchtlinge aus Eritrea und Syrien, welche nachweislich einen sehr tiefen Länder-IQ haben, sind in unserem Land,wirtschaftlich gesehen, fehl am Platz», schreibt Toeltl auf seiner Parteiseite.

«Gerade Flüchtlinge aus Eritrea und Syrien, welche nachweislich einen sehr tiefen Länder-IQ haben, sind in unserem Land,wirtschaftlich gesehen, fehl am Platz», schreibt Toeltl auf seiner Parteiseite.

Screenshot Blog

Auf der Website von Marcel Toeltl, dem Ortspräsidenten der SVP St. Margrethen, war vergangene Woche ein pikanter Eintrag zu lesen. Mit möglicherweise rassendiskrimierenden Aussagen kritisierte er die Schweizer Zuwanderungspolitik: «Gerade Flüchtlinge aus Eritrea und Syrien, welche nachweislich einen sehr tiefen Länder-IQ haben, sind in unserem Land, wirtschaftlich gesehen, fehl am Platz.» Und weiter: «Die intelligenten und kritischen Bürger wandern aus, und der Rest vermehrt sich mit den Genen der Zuwanderer aus Ländern mit niedrigem IQ». Damit löste er auf Twitter einen Shitstorm aus.

Nun hat er einen weiteren Eintrag erstellt, in dem er sich für seine Aussagen entschuldigt, und zwar bei all jenen, die sich durch den Eintrag angegriffen gefühlt hätten.

Falsch formuliert

«Es war nie, wirklich gar nie, meine erklärte Absicht, eine Bevölkerungsgruppe, ein Volk als Ganzes oder eine Ethnie zu beleidigen, zu diskriminieren oder zu diskreditieren. Und dies ist ernst gemeint», so Toeltl auf seiner Website.

Den Eintrag, der für grosse Empörung sorgte, hat er allerdings nicht gelöscht. Dies, weil er der Meinung ist, dass «meine in den Medien zitierten Äusserungen aus dem Zusammenhang gerissen wurden», sagte Toeltl gegenüber dem «Tagblatt». Er habe nur einen Missstand aufzeigen wollen. Vielleicht habe er dabei «etwas falsche Formulierungen» verwendet.

Klage eingereicht

Bei der St.Galler Anlaufstelle gegen Rassismus (CaBi) nimmt man die öffentliche Entschuldigung an, wie es in einer Mitteilung heisst. Das bedeute aber nicht, dass die Sache damit abgeschlossen ist. «Wir haben am 27. Februar eine Klage an die Staatsanwaltschaft geschickt», sagte CaBi-Mitarbeiterin Beate Wittig.

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