Umfrage: Nielsen droht die Abwahl aus dem Zürcher Stadtrat

Aktualisiert

UmfrageNielsen droht die Abwahl aus dem Zürcher Stadtrat

Laut einer aktuellen Umfrage würde Claudia Nielsen (SP) ihren Sitz im Stadtrat verlieren. Dafür hat die SVP Chancen, nach 28 Jahren wieder einen Sitz zu erobern.

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20M
Gesundheitsvorsteherin Claudia Nielsen schneidet auch bei SP-Wählern schlecht ab.

Gesundheitsvorsteherin Claudia Nielsen schneidet auch bei SP-Wählern schlecht ab.

Keystone/Walter Bieri

Die Werbeplakate hängen und die Kandidaten bringen sich in Stellung – der Wahlkampf für die Zürcher Stadtratswahlen vom 4. März 2018 ist bereits voll im Gange. Würde heute gewählt werden, würde die SP einen Sitz im Stadtrat verlieren. Gemäss dem Politbarometer der «NZZ» und der Forschungsstelle Sotomo würde die aktuelle Gesundheitsvorsteherin Claudia Nielsen (SP) nämlich abgeschlagen auf Platz 13 landen.

Politgeograf Michael Hermann hat die Umfrage erstellt und ist besonders überrascht, wie unzufrieden selbst die eigenen SP-Wähler mit Claudia Nielsen sind. Unter anderem ist sie wegen der defizitären Stadtspitäler und wegen wenig konkreter Weisungen zur Spitälerstrategie öffentlich in die Kritik geraten. Würde es zu einer Abwahl kommen im März, wäre dies eine Seltenheit bei den Zürcher Stadtratswahlen. Das letzte Mal wurde 1998 der FDP-Schulvorsteher Hans Wehrli abgewählt.

Überraschungen möglich

Gute Chancen für eine Wahl in den Stadtrat haben gemäss der Umfrage Karin Rykart von den Grünen und Michael Baumer von der FDP. Beim Kampf um den neunten und letzten Sitz im Stadtrat könnte es eine Überraschung geben. Die SVP-Kandidatin Susanne Brunner könnte die erste SVP-Stadträtin seit bald 28 Jahren werden.

Würde heute abgestimmt werden, würde das Ergebnis laut NZZ- und Sotomo-Umfrage wie folgt aussehen:

1. Daniel Leupi: 62 Prozent der Befragten würden ihn in den Stadtrat wählen (Grüne – wiedergewählt)

2. Corine Mauch: 60 Prozent (SP – wiedergewählt)

3. Filippo Leutenegger: 60 Prozent (FDP – wiedergewählt)

4. André Odermatt: 57 Prozent (SP – wiedergewählt)

5. Raphael Golta: 52 Prozent (SP – wiedergewählt)

6. Karin Rykart: 46 Prozent (Grüne – neu)

7. Michael Baumer: 41 Prozent (FDP – neu)

8. Richard Wolff: 40 Prozent (AL – wiedergewählt)

9. Susanne Brunner: 32 Prozent (SVP – neu)

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10. Andreas Hauri: 31 Prozent (GLP – neu)

11. Roger Bartholdi: 29 Prozent (SVP – neu)

12. Markus Hungerbühler: 28 Prozent (CVP – neu)

13. Claudia Nielsen: 27 Prozent (SP – abgewählt)

14. Claudia Rabelbauer: 13 Prozent (EVP – neu)

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