25.03.2020 15:55

Chur GRNiemand trägt Schuld an Tod von David (14)

Bei der Maiensässfahrt 2019 in Chur ist Schüler David (14) tödlich abgestürzt. Das Strafverfahren in Zusammenhang mit dem Unfall wurde eingestellt.

von
taw
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In Chur ist im Mai 2019 der 14-jährige David tödlich verunglückt.

In Chur ist im Mai 2019 der 14-jährige David tödlich verunglückt.

Kantonspolizei Graubünden
Das Unglück ereignete sich an der traditionellen Maiensässfahrt der Stadtschule Chur.

Das Unglück ereignete sich an der traditionellen Maiensässfahrt der Stadtschule Chur.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Der 14-Jährige war mit seiner Klasse unterwegs vom Churer Hausberg über Juchs nach Chur.

Der 14-Jährige war mit seiner Klasse unterwegs vom Churer Hausberg über Juchs nach Chur.

Keystone/Gian Ehrenzeller

Die Staatsanwaltschaft Graubünden hat am Montag das Verfahren zur Abklärung der Ursachen des tödlichen Unfalls eines Schülers an der Maiensässfahrt 2019 eingestellt, wie es am Mittwoch in einer Mitteilung heisst. Das Verfahren war unmittelbar nach dem Unfall vom 23. Mai 2019 eröffnet worden.

Bub stürzt 200 Meter in die Tiefe

Ein 14-jähriger Schüler ist am Donnerstag auf der traditionellen Maiensässfahrt der Stadtschule Chur tödlich verunglückt.

Der mutmasslichen Absturzort. (Video: jeb)

Die Menschen brechen zum Trauermarsch auf

Am Donnerstag ist der 14-jährige David an der Maiensässfahrt in Chur GR tödlich verunglückt. Am Sonntag findet ein Trauermarsch für ihn statt.

Bei diesem Unfall war der 14-jähriger Oberstufenschüler David auf dem Rückweg vom Maiensäss Juchs nach Chur rund 200 Meter über steiles, fels- und gerölldurchsetztes Gelände in die Val Parghera gestürzt. Dort wurde er noch am selben Abend von den Rettungskräften tot geborgen.

Trauernde versammeln sich in Chur

Am Donnerstag ist der 14-jährige David an der Maiensässfahrt in Chur GR tödlich verunglückt. Am Sonntag findet ein Trauermarsch für ihn statt.

Zahlreiche Befragungen

Gestützt auf das Untersuchungsergebnis, insbesondere die zahlreichen durchgeführten Befragungen von Beteiligten und Verantwortlichen sowie die Ergebnisse der Untersuchung der Leiche durch das Institut für Rechtsmedizin des Kantonsspitals Graubünden, konnte keiner Drittperson ein strafrechtlich relevantes Verschulden am Tod des verunfallten Schülers nachgewiesen werden. Weder fanden sich Hinweise dafür, dass andere Schüler unmittelbar vor dem Absturz auf den Verunfallten eingewirkt hätten, namentlich durch Stossen, Werfen von Gegenständen oder Erschrecken, noch dass die verantwortlichen Lehrpersonen ihrer Aufsichts- oder anderer Pflichten nicht nachgekommen wären.

Zudem wurde festgestellt, dass im Rahmen der Organisation des Anlasses, insbesondere bei der Wahl und Freigabe der Wanderroute, die notwendige Sorgfalt angewendet worden war. Auch war die Alpstrasse, auf der sich der Unfall ereignete, in ausreichendem Ausmass unterhalten.

Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig.

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