Niemand will das CVP-Präsidium
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Niemand will das CVP-Präsidium

Es scheint, als wolle niemand die Nachfolge von Doris Leuthard an der Spitze der CVP antreten. Die beiden meistgehandelten Kandidatinnen Lucrezia Meier-Schatz und Brigitte Häberli wollen nicht.

Die St. Galler Nationalrätin Meier-Schatz gab für ihren Verzicht auf eine Kandidatur berufliche Gründe an. Sie könne diese Herausforderung nicht mit ihrer heutigen Berufstätigkeit vereinbaren, teilte die Generalsekretärin von Pro Familia mit. Von einer Parteipräsidentin würden so grosse Präsenzzeiten erwartet, dass sie bei einer Wahl ihre heutige Tätigkeit vollkommen aufgeben müsste. Dazu ist Meier-Schatz nicht bereit. Die St. Gallerin wurde bislang zusammen mit dem Walliser Nationalrat Christophe Darbellay häufig als potenzielle Leuthard-Nachfolgerin genannt.

Ebenfalls abgesagt hat die Thurgauer Nationalrätin Brigitte Häberli. Für sie komme eine Kandidatur nach erst zweieinhalb Jahren im Parlament zu früh, sagte Häberli der «Thurgauer Zeitung». Die Herausforderung eines Präsidentenamts sei derzeit noch zu gross, sie brauche dazu noch mehr Erfahrung und eine tiefere Dossierkenntnis. Häberli sagte weiter, dass ihr ihre derzeitige Aufgabe als Vizepräsidentin der Fraktion der Christlichdemokraten gut gefalle und dass es sie deshalb nicht in ein neues Amt dränge.

Nach der Wahl von Doris Leuthard in den Bundesrat wird die CVP derzeit im Turnus von den beiden Vizepräsidenten Bruno Frick und Dominique de Buman geführt. Kandidaten für das Präsidentenamt können sich noch bis zum 2. August bei der mit der Suche betrauten Findungskommission melden. Die Wahl eines neuen Präsidenten oder einer neuen Präsidentin soll am kommenden 2. September an der Delegiertenversammlung in Aadorf im Kanton Thurgau erfolgen. (dapd)

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