Aktualisiert 02.11.2011 09:36

Auktion floppt

Niemand will die Zürcher Weihnachtsstäbe

Die unbeliebte Weihnachtsbeleuchtung der Stadt Zürich wartet seit zwei Jahren auf einen Käufer. Auch der jüngste Versuch, die 275 Leuchtstäbe loszuwerden, ist gescheitert.

Auch die Auktion durch ein Online-Auktionshaus brachte keinen Verkaufsabschluss: «The World's Largest Timepiece», die unbeliebte, ehemalige Zürcher Weihnachtsbeleuchtung, hat zwei Jahre nach dem letzten Einsatz immer noch keinen Käufer gefunden.

Die 275 Leuchtstäbe waren während mehrerer Wochen bei einem Industrie-Auktionshaus zum Kauf ausgeschrieben. Der angegebene Mindestpreis für einen einzelnen Stab betrug 1000 Franken. Die ganze Lichtinstallation war für 300 000 Franken zu haben. Das ist nur noch ein Drittel des ursprünglich vorgesehenen Preises.

Doch auch die drastische Preisreduktion brachte keinen Käufer. Die Aktion habe leider nicht eingeschlagen, sagte Markus Hünig, Präsident der Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse, am Mittwoch auf Anfrage der sda. Er bestätigte entsprechende Medienberichte, gemäss denen immer noch kein Käufer gefunden ist.

Den Preis noch weiter zu senken, um die Stäbe doch noch loszuwerden, ist für Hünig aber der falsche Weg. «Es liegt nicht am Preis, sondern an der Grösse der Installation», sagte er weiter. Aufgeben will Hünig aber nicht. Man sei immer noch in Gesprächen. Zwei Kunden aus dem Ausland hätten noch Interesse.

Stäbe warten in Lagerhalle auf Käufer

Bereits kurz nach Auktionsende im September sagte Hünig gegenüber der sda, dass man zwar noch keinen Kauf vermelden könne, aber mit Interessenten im Gespräch sei und etwas warten müsse. Lange warten kann Hünig jetzt jedoch nicht mehr.

Die Leuchtstäbe liegen seit ihrem letzten Einsatz vor zwei Jahren in einer Lagerhalle des Elektrizitätswerkes der Stadt Zürich. Dieses will die Halle im Lauf des nächsten Jahres aber wieder für eigene Zwecke nutzen. Was dann mit den Stäben passiert, ist unklar.

Im Advent 2010 wurde das «Timepiece» durch den neuen Sternenhimmel «Lucy» ersetzt. Mit seinen 12 000 Kristallen bringt dieser wieder mehr Weihnachtsstimmung in die Zürcher Bahnhofstrasse als die kühlen Stäbe. (sda)

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