Unwetter unterschätzt: Niemand will für den Alarm zuständig sein

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Unwetter unterschätztNiemand will für den Alarm zuständig sein

Das Unwetter vom Montag hat gezeigt: Bei lokalen Unwettern funktioniert die Katastrophen-Warnung nicht. Bund und Kantone schieben sich gegenseitig die Schuld zu.

von
M. Sommerhalder/A. Fumagalli

Überflutete Strassen und Schienen, zerstörte Häuser und Schäden in Millionenhöhe: Das Unwetter vom Montag hat das Berner Oberland, das Wallis und die Zentralschweiz überrascht.

Überrascht wurden verschiedene Gemeinden nicht zuletzt, weil das Bundesamt für Umwelt (BAFU) nur Alarmstufe zwei ausgerufen hatte, was eine mässige Gefahr bedeutet (siehe Kasten). Erst am 26. August warnte das gleiche Amt die ganze Schweiz vor einem grossen Unwetter mit der Stufe 4. Passiert ist damals nicht viel.

Thomas Bucheli schiesst scharf

Für Meteorologe Thomas Bucheli von SF Meteo ist das absolut unverständlich: «Das BAFU kann bei Hochwasser offenbar nicht in einzelnen Regionen separat warnen, das ist skandalös.» Man könne ein solches Unwetter wie am Montag nicht nur gesamtschweizerisch betrachten, kritisiert Bucheli: «In den betroffenen Hochwassergebieten wäre die Gefahrenstufe vier oder sogar fünf angebracht gewesen.»

Das sieht mittlerweile auch das Bundesamt für Umwelt so. «Für die Kander im Berner Oberland wäre tatsächlich eine höhere Stufe angebracht gewesen», sagt die Informationsbeauftragte Barbora Neversil. Trotzdem habe das BAFU nicht versagt: «Dieser regionale Fluss fällt nicht in unsere Zuständigkeit», begründet Neversil.

Der Bund müsse die Bevölkerung warnen, wenn es sich um ein nationales Ereignis handelt. «Beispielsweise wenn Fliessgewässer und Seen von gesamtschweizerischer Bedeutung über die Ufer zu treten drohen», so Neversil. Für die kleineren Gewässer aber seien die Kantone zuständig.

Niemand will zuständig sein

Komisch nur: Im Kanton Bern will man davon nichts wissen. Bernhard Schudel, Abteilungsleiter Gewässerregulierung des Kanton Berns, sagt: «Solche Warnungen sind Sache des Bundes und nicht unsere Aufgabe.» Die Kantone seien nur für die Ausbildung von Naturgefahrenberatern zuständig, damit die Gemeinden solche Ereignisse besser erkennen und bewältigen könnten.

Obwohl nach dem Jahrhunderthochwasser von 2005 das Warnsystem in der Schweiz angepasst wurde, ist bei lokalen Ereignissen die Verwirrung nach wie vor gross. Das vermutet auch Thomas Bucheli: «Die Kompetenzen zwischen Bund, Kanton und Gemeinden scheinen nicht genügend geregelt zu sein.» Hinzu komme, dass das BAFU das Hochwasser nicht voraussah. «Das zusätzliche Schmelzwasser vom Neuschnee wurde schlicht ignoriert», sagt Bucheli.

BAFU geht über die Bücher

Beim BAFU lässt man diese Kritik nicht gelten. Eine solche Wetterlage habe es im Herbst noch nie gegeben, so Barbora Neversil: «Das Zusammenfallen von grossen Niederschlagsmengen und Schneeschmelze ist absolut aussergewöhnlich. Wir werden es aber in Zukunft in unsere Berechnungen aufnehmen.» Weshalb dies nicht bereits beim Unwetter vom Montag geschehen ist, ist unklar.

Das Bundesamt für Umwelt will nun das jüngste Ereignis analysieren und mit den Kantonen zusammensitzen, wie Barbora Neversil sagt: «Eine regionale Verfeinerung des Warnsystems wäre denkbar.»

Das Bundesamt für Umwelt ist für die Berechnung von Hochwassern verantwortlich. Es kann folgende Gefahrenstufen ausrufen: Gefahrenstufe 1: Keine oder geringe Gefahr Gefahrenstufe 2: mässige Gefahr Gefahrenstufe 3: erhebliche Gefahr Gefahrenstufe 4: grosse Gefahr Gefahrenstufe 5: sehr grosse Gefahr

Das Bundesamt für Umwelt ist für die Berechnung von Hochwassern verantwortlich. Es kann folgende Gefahrenstufen ausrufen: Gefahrenstufe 1: Keine oder geringe Gefahr Gefahrenstufe 2: mässige Gefahr Gefahrenstufe 3: erhebliche Gefahr Gefahrenstufe 4: grosse Gefahr Gefahrenstufe 5: sehr grosse Gefahr

Das Bundesamt für Umwelt ist für die Berechnung von Hochwassern verantwortlich. Es kann folgende Gefahrenstufen ausrufen: Gefahrenstufe 1: Keine oder geringe Gefahr Gefahrenstufe 2: mässige Gefahr Gefahrenstufe 3: erhebliche Gefahr Gefahrenstufe 4: grosse Gefahr Gefahrenstufe 5: sehr grosse Gefahr

Das Bundesamt für Umwelt ist für die Berechnung von Hochwassern verantwortlich. Es kann folgende Gefahrenstufen ausrufen: Gefahrenstufe 1: Keine oder geringe Gefahr Gefahrenstufe 2: mässige Gefahr Gefahrenstufe 3: erhebliche Gefahr Gefahrenstufe 4: grosse Gefahr Gefahrenstufe 5: sehr grosse Gefahr

Das Bundesamt für Umwelt ist für die Berechnung von Hochwassern verantwortlich. Es kann folgende Gefahrenstufen ausrufen: Gefahrenstufe 1: Keine oder geringe Gefahr Gefahrenstufe 2: mässige Gefahr Gefahrenstufe 3: erhebliche Gefahr Gefahrenstufe 4: grosse Gefahr Gefahrenstufe 5: sehr grosse Gefahr

Das Bundesamt für Umwelt ist für die Berechnung von Hochwassern verantwortlich. Es kann folgende Gefahrenstufen ausrufen: Gefahrenstufe 1: Keine oder geringe Gefahr Gefahrenstufe 2: mässige Gefahr Gefahrenstufe 3: erhebliche Gefahr Gefahrenstufe 4: grosse Gefahr Gefahrenstufe 5: sehr grosse Gefahr

Das Bundesamt für Umwelt ist für die Berechnung von Hochwassern verantwortlich. Es kann folgende Gefahrenstufen ausrufen: Gefahrenstufe 1: Keine oder geringe Gefahr Gefahrenstufe 2: mässige Gefahr Gefahrenstufe 3: erhebliche Gefahr Gefahrenstufe 4: grosse Gefahr Gefahrenstufe 5: sehr grosse Gefahr

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