Aktualisiert 20.04.2007 12:10

Nigerias Präsident ruft zu fairer Wahl auf

Der nigerianische Staatschef Olugesun Obasanjo hat am Vorabend der Präsidentenwahl Unregelmässigkeiten bei der umstrittenen Gouverneurswahl vor einer Woche eingestanden.

Nun komme es darauf an, aus diesen Fehlern zu lernen, um eine faire Abstimmung an diesem Samstag zu garantieren. «Die Welt beobachtet uns», sagte der Präsident. Die wichtigsten Oppositionsführer hatten sich am Donnerstag entschieden, die Wahl entgegen früheren Ankündigungen doch nicht zu boykottieren.

Die Gouverneurswahl war von blutigen Auseinandersetzungen überschattet worden. Die Opposition hatte danach von massiven Manipulationen gesprochen und eine Verschiebung der Präsidentenwahl gefordert, zumal der Oppositionskandidat Atiku Abubakar erst Anfang der Woche überhaupt wieder zugelassen wurde.

Der Vizepräsident war im März wegen Korruptionsvorwürfen ausgeschlossen worden, nachdem er daran mitgewirkt hatte, dass Obasanjo nicht ein drittes Mal antreten konnte.

Der von Obasanjo unterstützte muslimische Gouverneur Umaru Yar'Adua gilt als Favorit der Präsidentenwahl. Obasanjos Demokratische Partei des Volkes (PDP) hatte auch bei den Gouverneurswahlen in den meisten Bundesstaaten den Sieg beansprucht.

(sda)

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