Orientierungslauf: Niggli in den Wäldern Norwegens stark
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OrientierungslaufNiggli in den Wäldern Norwegens stark

Erstes Weltcup-Podest für Simone Niggli seit der Baby-Pause. Die 14-fache Weltmeisterin erreichte in Fossum (No) im Langdistanz-Rennen mit Verfolgungsstart Rang 3. Bester Schweizer war Daniel Hubmann als Sechster.

Das Schweizer Team zeigte in dem schwer belaufbaren Gelände eine solide Teamleistung. Neben den beiden derzeitigen Aushängeschildern schafften auch Angela Wild (10.) sowie Baptiste Rollier (9.) und Matthias Merz (10.) den Sprung in die Top Ten.

Simone Niggli war nach dem erneut bei heissen Temperaturen ausgetragenen Wettkampf erleichtert, nachdem sie in den beiden vorigen Weltcup-Läufen jeweils Platz 4 belegt hatte. Als Dritte - die am Vortag über die Mitteldistanz drittklassierte Helena Jansson (Sd) hatte wegen Knieproblemen Forfait geben müssen - mit einem Rückstand von 2:16 Minuten auf die Finnin Minna Kauppi und 1:29 Minuten auf die Norwegerin Marianne Andersen gestartet, schloss sie beim siebten Posten zum Führungsduo auf. Beim neunten Posten folgte sie zunächst Kauppi, ging dann wieder zurück, ehe sie merkte, dass sie zuerst doch richtig gewesen wäre. Gemäss eigener Schätzung kostete sie dieser Fehler drei bis vier Minuten. Danach waren Kauppi und Andersen weg.

In der Folge wurde Niggli von der 28 Sekunden hinter ihr gestarteten Finnin Bodil Holmström eingeholt, die sie allerdings auf dem Schlussteil wegen der besseren Physis wieder abzuhängen vermochte. Im Ziel lag die fünffache Europameisterin rund fünf Minuten hinter Kauppi, die im vierten Weltcup-Rennen in dieser Saison ihren dritten Sieg feierte und damit ihre derzeitige Vormachtsstellung eindrücklich untermauerte.

Daniel Hubmann verbesserte sich über die Langdistanz vom 8. auf den 6. Platz. Bis zum Schmetterling konnte er noch mit dem späteren Sieger Martin Johansson (Sd), der das Rennen zeitgleich mit ihm in Angriff genommen hatte, mithalten, danach war er allerdings chancenlos und verlor bis ins Ziel 4:35 Minuten.

Rollier, der als Neunter sechs Plätze gutmachte, bezeichnete den Kurs als abwechslungsreich. Sein Rennen stufte er auf einer Skala von 1 bis 10 mit einer 6 ein. Der zehntplatzierte Matthias Merz startet wie am Vortag gut, ehe in Fehler zurückwarfen, sodass der Langdistanz-Weltmeister von 2007 nur einen Rang gewann.

(si)

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