Schweizer Duell: Nimmt Stan Revanche für den «Cry-Baby»-Spruch?
Aktualisiert

Schweizer DuellNimmt Stan Revanche für den «Cry-Baby»-Spruch?

Im Halbfinal der ATP World Tour Finals kommt es zum Schweizer Duell Federer gegen Wawrinka. Das war schon 2014 so, der Ausgang des Spiels legendär.

von
hua

Vier Matchbälle hatte Stan Wawrinka nicht nutzen können. Er war provoziert worden und gab das Spiel aus der Hand, Roger Federer gewann den Halbfinal. Es kam zur Aussprache der beiden Schweizer in der Garderobe. Acht Tage später holte sich das Schweizer Team um Federer/Wawrinka den Sieg im Davis Cup.

Aber von vorne: Am 15. November 2014 trafen Wawrinka und Federer im Halbfinal der ATP World Tour Finals aufeinander. Das Spiel war episch, der Lausanner fast immer im Vorteil, hatte den Sieg vor Augen. Doch er liess sich die Butter noch vom Brot nehmen. Und er liess sich provozieren. Vor einem Return fühlte sich Wawrinka gestört und rief «nicht gerade kurz vor dem Service.» Diesen Ausdruck soll Federers Frau Mirka mit «Cry baby» kommentiert haben, sie bezeichnete den Romand also als Heulsuse.

Djokovic gewinnt ohne zu spielen

Wawrinka vergab letztlich vier Matchbälle und verlor das Duell gegen Federer in drei Sätzen 4:6, 7:5, 7:6. Am nächsten Tag kam es aber für den Baselbieter bitter. Er musste für den Final gegen Novak Djokovic wegen Rückenbeschwerden forfait erklären.

Dieser Vorfall vom vergangenen Jahr war für die Freundschaft der beiden Schweizer jedoch nicht schädigend, die Versöhnung folgte postwendend. Eine weitere Provokation im Halbfinal heute Abend (ab 21 Uhr live bei uns im Ticker) ist daher eher unwahrscheinlich. Federer führt im Direktvergleich mit Wawrinka 17:3.

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