Aktualisiert 26.03.2017 01:22

Viel Deko

Nippes verhindern den Verkauf des Eigenheims

Seit Monaten sinkt der Preis für ein 6-Zimmer-Haus in England immer tiefer. Nach einem Blick ins Wohnzimmer wird klar, weshalb.

von
M. Steiger
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Das ist das Haus von Gillian und David Walsh. Seit mehr als einem Jahr versucht das Ehepaar erfolglos, sein 6-Zimmer-Eigenheim zu verkaufen. Trotz Preissenkung will niemand zuschlagen.

Das ist das Haus von Gillian und David Walsh. Seit mehr als einem Jahr versucht das Ehepaar erfolglos, sein 6-Zimmer-Eigenheim zu verkaufen. Trotz Preissenkung will niemand zuschlagen.

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Warum denn nicht, fragen Sie sich? Dann aufgepasst:

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Deswegen.

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Ein Haus zu verkaufen ist stressig: Man muss sich mit dem Notariat herumschlagen, mit den Käufern, der Bank, dem Steueramt und vielen anderen Problemen. David und Gillian Walsh hatten allerdings ganz andere Schwierigkeiten.

Preis immer wieder gesenkt

Ursprünglich wollte das Ehepaar für sein 6-Zimmer-Haus fast eine halbe Million Schweizer Franken – ein bisschen mehr als für Häuser der gleichen Grösse in der Umgebung. Nach ganzen 13 Monaten auf dem Immobilienmarkt hat es den Kaufpreis mittlerweile auf 371'700 Franken gesenkt.

Kaufen will das Haus aber trotzdem keiner. Eine Erklärung könnte indes ein genauerer Blick in die Zimmer und den Garten bieten: Wer bei den Walshes klingelt, den begrüsst die Melodie von «Oh My Darling Clementine», bevor die sich öffnende Tür den Blick auf aberhunderte von Nippes freigibt.

Nippes, so weit das Auge reicht

Das Erste, was ein potenzieller Käufer vom Inneren des Hauses sieht, sind die gesammelten Figürchen, Töpfe, Teller und Vasen des Ehepaars. Dreissig Jahre lang haben Gillian und David Dekorationen gesammelt und in ihrem Haus aufgestellt. Beide bezeichnen sich als «Dekorations-Messies», die einfach nicht aufhören konnten.

Die Nippes sind farblich aufeinander abgestimmt: Während in der Küche Blau und Weiss die vorherrschenden Farben sind, ist das schmückende Beiwerk im Wohnzimmer in Rosa und Gold gehalten. Was halten eigentlich die Kinder des Ehepaars von diesem Dekoüberschuss? «Die sind ausgezogen – deswegen wollen wir auch das Haus verkaufen.» sagt David Walsh.

«Wir wollen das Haus verkaufen, nicht unseren Klimbim»

Auch im Garten geht es weiter: Zierkäfige, Vasen, Figuren. Das Ehepaar hat in 30 gemeinsamen Jahren mehr als ein Antiquitätengeschäft besucht und offensichtlich nie etwas weggeworfen. Als der Immobilienmakler nun die Fotos des Hauses ins Internet gestellt hat, amüsieren sich Menschen weltweit über den Einrichtungsstil der Paars.

David und Gillian verstehen indes nicht, warum die Nippes ein Problem beim Verkauf sein sollen. «Wir wollen ja nicht die Deko verkaufen, sondern nur das Haus», sagt Gillian Walsh gegenüber der Daily Mail.

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