«Nipplegate»-Geldbusse verstösst gegen Verfassung
Aktualisiert

«Nipplegate»-Geldbusse verstösst gegen Verfassung

Der US-Fernsehsender CBS hat vor Gericht Klage wegen der Geldbusse in Höhe von 550'000 Dollar nach der skandalumwitterten Superbowl-Show mit Janet Jackson vor zweieinhalb Jahren eingereicht.

Die von der Medienkontrollkommission verhängte Strafe sei verfassungswidrig, begründete CBS am Freitag die Klage.

Die Federal Communications Commission (FCC) machte den Medienkonzern dafür haftbar, dass bei der Show zur Halbzeit des Football-Finales am 1. Februar 2004 kurzzeitig die entblöste Brust der Popsängerin zu sehen war. Es handelt sich um die höchste Geldstrafe, die jemals gegen einen US-Fernsehsender verhängt wurde.

CBS wies in seiner Erklärung darauf hin, dass sich der Sender damals für den «unangemessenen und unerwarteten» Zwischenfall entschuldigt und Massnahmen getroffen habe, um eine Wiederholung zu verhindern. Die Medienkommission will demgegenüber an der Geldbusse festhalten. Allein das Beharren von CBS, dass die Show nicht unanständig gewesen sei, zeige, dass sich der Sender hier nicht in Einklang mit dem amerikanischen Volk befinde, sagte FCC-Sprecherin Tamara Lipper. «Millionen von Eltern und das Parlament haben begriffen, was CBS nicht begriffen hat: Janet Jacksons so genannter Bekleidungsfehler war wirklich unanständig.»

Die Show zeigte Jackson im Duett mit Justin Timberlake, der ihr am Ende das lederne Top wegriss. Timberlake entschuldigte sich damit, dass ein Bekleidungsfehler vorgelegen habe. (dapd)

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