Aktualisiert 04.02.2004 15:25

"Nipplegate": USA in heller Aufregung

Auch Tage nach der überraschenden Strip-Show von Janet Jackson, ausgelöst durch Sängerkollege Justin Timberlake findet die Aufregung in den USA kein Ende.

Immer wieder zeigen TV-Stationen den skandalumwitterten Auftritt, der kurz in der Halbzeitpause des Super Bowl zu sehen war. Über Jacksons nackter Brust ist das Bild anstandshalber getrübt.

Beide Stars haben sich für den Auftritt entschuldigt, dennoch schlägt die Empörung weiter hohe Wellen.

Mit einer Ausnahme: US-Präsident George W. Bush musste sich die Aufregung am nächsten Tag erklären lassen. Er hatte die Halbzeit-Show verschlafen.

Nun wollen die Sponsoren des Mega-Events (USA: 89 Millionen Zuschauer) Garantien, dass «so etwas» nicht noch einmal passiert. Ein ungetrübter Blick auf die Brust oder gar die Brustwarze einer Frau ist in den USA tabu.

Während Werbung in Europa die Aufmerksamkeit der Betrachter regelmässig mit nackten Tatsachen auf sich zieht, ist dies in den Vereinigten Staaten unüblich.

Besonders Pepsi Cola, traditioneller Sponsor des Sportevents für die ganze Familie, ist empört: Jacksons Brust nahm die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit vollkommen in Beschlag, damit hatte die Werbeabteilung des Getränkeherstellers nicht gerechnet. Nun verlangt Pepsi Garantien, dass sich so etwas wie der «Brustwarzenskandal» nicht wiederholt. Sonst sei Schluss mit dem Sponsoring, wird gedroht.

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