Öffentliche Beichten: Nix für ungut, gell?!
Aktualisiert

Öffentliche BeichtenNix für ungut, gell?!

Sie haben sich berauscht oder geprügelt, sie haben herumgehurt und Völker oder Religionen beleidigt: Diese Prominenten könnten Vorbild für Lance Armstrongs berechnende Beichte sein.

von
phi

Wenn sich ein Prominenter einen Fehltritt leistet und der publik wird, bemüht die Öffentlichkeit gerne den moralischen Zeigefinger und legt ihn auf die Wunde. Diese Öffentlichkeit vergisst oft nicht, doch sie vergibt in der Regel, wenn sich der Sünder an das Procedere hält. So wie bei Spritzen-Sprinter Lance Armstrong, der seine Doping-Vergehen aus dem kollektiven Gedächtnis tilgen will.

Der gefallene Velo-Fahrer weiss, dass sein Gang nach Canossa mit zur Schau gestellter Reue beginnt. Für diesen Teil der Schmierenkomödie hat sich der Ex-Profi die wohl beste Bühne gesucht: die Show von Oprah Winfrey, der Talkshow-Mutter der Nation. Dort habe sich der Sünder «sehr emotional» gezeigt, liess der Sender vorab verlauten, um Neugierige zu ködern. Armstrong habe alle Fragen geklärt, lockte die Moderatorin der Sendung vor deren Ausstrahlung.

Ex-Radprofi Armstrong legt Doping-Beichte ab

Eine Reue-Länge voraus

Wer artig seine Fehler einräumt und bereut, wer beschwört, dem Übel zu entsagen, dem wird aber auch Absolution erteilt. Die obige Bildstrecke beweist, dass ein Schweizer Velo-Profi Armstrong bereits vor Jahren um eine Reue-Länge voraus war und dass ein öffentlicher Kotau, Kokain, Konkubinen oder Kraftmeierei noch lange nicht das Karriere-Aus bedeuten müssen.

Brenda Lee singt mit diesem Stück den Soundtrack eines jeden guten «Mea culpa». Quelle: YouTube/livingadream2·

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