Investmentbanking: «No comment» der UBS zu Abspaltung
Aktualisiert

Investmentbanking«No comment» der UBS zu Abspaltung

Die UBS schafft keine Klarheit über die Gerüchte einer möglichen Auslagerung oder Abspaltung der Investmentbank.

UBS-Chef Oswald Grübel hat in den vergangenen Wochen mehrfach davon gesprochen, die Bank könnte Teilgeschäfte ins Ausland verlagern. Grund für seine Androhung ist die Verschärfung der Schweizer Kapitalvorschriften, die den Grossbanken möglicherweise einen im internationalen Vergleich hohen Eigenkapitalpuffer von 19 Prozent der Bilanzsumme aufzwingen könnte.

Mit einem Sitz beispielsweise in London, New York oder Singapur wäre die Investmentbank nur den dortigen Aufsichtsbehörden unterstellt. Eine Investmentbank als eigenständige finanzielle Einheit könnte zudem bedeuten, dass sich die Risiken in den Büchern nicht mehr auf die Rest-UBS auswirken würden.

Bei Bedarf Massnahmen ergreifen

Die Behauptung der New Yorker Finanz- und Wirtschaftszeitung, die Finanzaufsichtsbehörde Finma dränge die UBS für die Stabilisierung zu einer Aufspaltung des Konzerns, liess UBS-Sprecher Serge Steiner auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA am Donnerstag unkommentiert.

Die Bank beobachte und analysiere rund um die Welt die Schritte der Finanzmarkt-Regulatoren, um «bei Bedarf angemessene Massnahmen zu ergreifen», sagte Steiner. Die Bank stehe nach wie vor zu ihrem derzeitigen Modell. Veränderungen in der rechtlichen Struktur des Bankenkonzerns würden aber ebenfalls laufend geprüft.

Markt glaubt an die Gerüchte

Der Markt schenkt den Gerüchten aber offenbar mehr Glauben: «Mit den verschärften Regulierungsvorschriften wird die UBS ihr Gewinnziel von 15 Mrd. Fr. kaum erreichen - aus dieser Sicht wäre eine Abspaltung des Investmentbankings ein logischer Schritt», sagte ein Händler der Nachrichtenagentur Reuters.

Am Donnerstagvormittag legten die Titel der UBS an der Börse um 1,3 Prozent zu und standen kurz vor der Mittagszeit bei 16.21 Franken.

(sda)

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