«No FIR»-Zone: Um diesen Luftraum kümmert sich niemand

Publiziert

«No FIR»-ZoneIn diesem Luftraum sind Crews auf sich allein gestellt

Die «No FIR»-Zone ist ein Gebiet, für das sich niemand wirklich verantwortlich fühlt. Deshalb wird es von Piloten und Pilotinnen gemieden. 

1 / 2
Dass auf dem Gebiet nördlich der Osterinseln und westlich der Galapagos-Inseln keine Flugzeuge zu sehen sind, ist kein Zufall.

Dass auf dem Gebiet nördlich der Osterinseln und westlich der Galapagos-Inseln keine Flugzeuge zu sehen sind, ist kein Zufall.

Flightradar24
Das ist die «No FIR»-Zone. Crews erhalten darin keine Mitteilungen über das Wetter, keine Staffelung von Flugzeugen durch eine Flugsicherung, keine Notams und keine Suche und Rettung.

Das ist die «No FIR»-Zone. Crews erhalten darin keine Mitteilungen über das Wetter, keine Staffelung von Flugzeugen durch eine Flugsicherung, keine Notams und keine Suche und Rettung.

Fligtradar24

Darum gehts

  • Im Ostpazifik gibt es ein Gebiet, in das sich Flug-Crews selten wagen.

  • Der Luftraum ist weltweit zwischen Staaten aufgeteilt, die sich um Flugzeuge in ihrem Luftraum kümmern.

  • Für dieses Gebiet ist jedoch niemand verantwortlich. Seit 2019 soll das geändert werden, doch das Projekt verzögerte sich.

Über dem Ostpazifik gibt es ein grosses Stück Luftraum, in dem Flug-Crews abgeschnitten vom Rest der Welt auf sich selbst gestellt sind. Auf Flugradaren sieht man deshalb selten ein Flugzeug im Gebiet nördlich der Osterinseln und westlich der Galapagos-Inseln.

Wie der «Aerotelegraph» schreibt, gibt es in diesem Gebiet keine Mitteilungen über das Wetter, keine Staffelung von Flugzeugen durch eine Flugsicherung, keine Notams und keine Suche und Rettung. Weltweit ist der Luftraum in Gebiete eingeteilt, um die sich bestimmte Staaten kümmern. Einsehbar ist das auf der Welt-FIR-Karte (FIR steht für Fluginformationsgebiet). Das genannte Gebiet ist auf der Karte ein leerer Fleck.

«Keine vorgeschriebenen Verfahren und Regeln»

Umgeben wird die «No FIR»-Zone von acht FIR: Oakland Oceanic, Mazatlan, Mexico, Central America, Guayaquil, Lima, Isla de Pascua und Tahiti, aber niemand fühlt sich für dieses Gebiet verantwortlich. Wie die Luftraum-Vereinigung Ops Group mitteilt, gibt es deshalb nicht nur keine Hilfe, sondern auch keine vorgeschriebenen Verfahren und Regeln. «Da (noch) kein Staat für den ‹No FIR›-Luftraum verantwortlich ist, gibt es kein Luftfahrthandbuch, auf das verwiesen werden kann.»

Seit 2019 läuft ein Projekt der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation Icao, die für die FIR-Aufteilung verantwortlich ist, um Verantwortliche für das unbeaufsichtigte Gebiet zu finden. So soll es zwischen Peru, Ecuador, Tahiti und einigen zentralamerikanischen Staaten aufgeteilt werden. Das Projekt sei jedoch durch die Pandemie verzögert worden, wie der «Aerotelegraph» berichtet. Aus diesem Grund wird die Zone von den meisten Piloten und Pilotinnen umflogen, auch wenn das Zeit und Treibstoff kostet.

Hast du schon einmal von der «No FIR»-Zone gehört?

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

Deine Meinung

26 Kommentare